DemoPlaner - Komplettansicht - DemoPlaner https://www.demoplaner.de Fri, 06 Mar 2015 08:55:01 +0000 Joomla! - Open Source Content Management de-de Naziaufmarsch verhindern! https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1870.html https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1870.html Veranstaltungsort: Ueckermünde /
Kategorie: Antifa
Datum: 07.03.2015
Zeit:
Beschreibung:
Naziaufmarsch verhindern!
07.März 2014 | Ueckermünde
Checkt die Facebook Gruppe

Gemeinsam mit der rassistischen Initiative „Schöner und sicherer wohnen“ will die AfT am 07. März gegen „Asylbetrüger, Straftäter und Hassprediger“ durch Torgelow marschieren. Auf einem entsprechendem Flyer ist zudem die Facebook Seite des ebenfalls NPD-nahen „Uecker-Randow Boten“ angegeben. Verantwortlich im Sinne des Presserechts für den „Boten“ zeichnete in der letzten Ausgabe Marko Müller, der Bruder des NPD-Landtagsabgeordneten Tino Müller.

Während Patrick Dahlemann von der SPD die Torgelower Rassist*innen hauptsächlich als „rufschädigend“ – also als ein Image Problem – für die Stadt betrachtet, findet die Stadtpräsidentin Torgelows, Marlies Peeger (DIE LINKE.), gegenüber dem Nordkurier deutlichere Worte: „Das ständige Beteuern […] die AfT hätten mit den Nazis nichts zu tun, war von Anfang an nur halbherzig. Jetzt haben ihn seine Kumpels dazu gezwungen, Farbe zu bekennen. Und diese Farbe ist braun.“

Erst vor wenigen Tagen entfernte die Polizei in Torgelow mehrere Laken und Aufsteller mit rassistischen Parolen. Eines der Laken hing in direkter Nähe zum Flüchtlingsheim in Torgelow-Drögeheide. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

Die Nazis wollen 13 Uhr 30 vom Bahnhof Torgelow losmarschieren. Genaue Informationen zu den anstehenden Protesten gegen den rassistischen Aufmarsch gibt es demnächst bei uns und bei Ueckermünde Nazifrei.

 

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Antifa Wed, 25 Feb 2015 17:21:44 +0000
Jetzt erst recht! Demo zum internationalen Frauenkampftag 2015! https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1875.html https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1875.html Veranstaltungsort: Graz /
Kategorie: Antisexismus
Datum: 07.03.2015
Zeit: 10:30 Uhr
Beschreibung:
Jetzt erst recht! Demo zum internationalen Frauenkampftag 2015!
07.März 2015 | 10:30 Uhr | Burgring 2 (Graz, Österreich)
Checkt die Facebook Veranstaltung

Warum „Jetzt erst recht!“ - Auszüge aus der Presseinformation vom 13. 11. 2014 des 8. März Komitees

„Jetzt erst Recht“ ist das Motto der Demonstration zum Internationalen Frauentag 2015 für die Verteidigung von Frauenrechten. Die Absetzung der Unabhängigen Frauenbeauftragten der Stadt Graz ist dabei beispielsweise einer der Tropfen, die das Fass zum Überlaufen gebracht haben. Zwei weitere sind das in Frage stellen von mühsam erkämpften Fraueneinrichtungen und das Diffamieren engagierter Frauen.
„Wir brauchen eine unabhängige Frauenbeauftragte und keine Spaltung der Fraueneinrichtungen“, erklärte Silvana Rabitsch, Sprecherin des 8. März Komitees und Gleichbehandlungsbeauftragte der Stadt Graz. „Es ist bitter nötig, dass wir Frauen auf die Straße gehen“, so Rabitsch.

Keine Frauenbeauftragte mehr, heißt, keine gesellschaftspolitische Arbeit gegen die strukturelle Benachteiligung von Frauen mit all ihren Folgeerscheinungen. Nun soll es nur noch eine Ombudsstelle geben, die individuelle Probleme auf der individuellen Ebene belässt, und alle strukturellen Probleme als Einzelschicksale erscheinen lässt. „Das Private ist politisch. Wir brauchen daher eine parteiunabhängige Interessensvertretung aller Frauen und Mädchen und ihrer Einrichtungen in Graz“, so die Sprecherin des 8. März Komitees. Diese Stelle müsse gestärkt werden durch den unabhängigen Frauenrat, denn ohne ihn sei eine Einzelperson in der Stadtverwaltung allein und deren politischen Wünschen ausgesetzt.

Den bisherigen Frauenbeauftragen zu unterstellen, sie hätten ihre Aufgabe nicht erfüllt widerspricht dem Angebot an die letzte Unabhängige Frauenbeauftragte im Amt, sie möge doch ihren befristeten Vertrag um weitere 10 Monate verlängern.
Silvana Rabitsch, im Auftrag des 8. März Komitees

Deshalb: Jetzt erst recht! Wir gehen auf die Straße, nicht nur zum 8. März!

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Antisexismus Wed, 04 Mar 2015 11:55:21 +0000
Naziaufmarsch blockieren! https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1835.html https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1835.html Veranstaltungsort: Dessau /
Kategorie: Antifa
Datum: 07.03.2015
Zeit: 11:00 Uhr
Beschreibung:
Naziaufmarsch blockieren!
7.März 2015 | 11 Uhr | Dessau-Hauptbahnhof
Checkt dessaunazifrei.wordpress.com

Am 7. März wollen die „Freien Nationalisten Dessau“ wieder anlässlich ihres alljährlichen „Trauermarsches“ durch Dessau marschieren. Dabei werden sie sowohl von der NPD als auch von regionalen und überregionalen sogenannten freien Kameradschaften unterstützt.
Sie wollen der „Opfer“ des alliierten Bombenangriffs auf Dessau am 7. März 1945 gedenken und versuchen somit wieder einmal den deutschen Opfermythos öffentlich zu zelebrieren und die Geschichte zu verklären.

Dessaus Rolle zur Zeit des Nationalsozialismus
1932 stellte der Frei­staat An­halt die erste NSDAP-geführte Lan­des­re­gie­rung im deut­schen Reich und Dessau wurde mit dem Wohl­wol­len von Adolf Hit­ler zur ersten Gau­haupt­stadt und zu einem na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Zen­trum aus­ge­baut. In den Jun­kers Wer­ken wur­den u.a. Flug­zeu­ge für die Luft­waf­fe her­ge­stellt und ent­wi­ckelt und mach­ten Des­sau daher zu einem wich­ti­gen Zen­trum der Rüs­tungs­in­dus­trie und na­tür­lich zu einem fol­ge­rich­ti­gen Ziel der al­li­ier­ten Bom­ber. Auch die Her­stel­lung von Zy­klon B für die Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger in den Des­sau­er Wer­ken für Zu­cker-Raf­fi­ne­rie GmbH lässt kei­nen Raum zur Diskussion über die Tä­ter-Opferrol­le der Stadt. Zudem arbeiteten in den Dessauer Betrieben tausende von Zwangsarbeitern_innen, von denen wohl kaum einer/eine Schutz in den Bunkern gewährt wurde und sie somit einen großen Teil der Opfer ausmachen.

Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen !

Als die Hitler-Faschisten 1933 die Macht ergriffen, zerschlugen sie als erstes die Gewerkschaften und Arbeiterparteien. Arbeitslose wurden zum Arbeitsdienst für Kriegsvorbereitungen zwangsverpflichtet.

Mit der Machtübernahme Hitlers wurden Presse-, Versammlungs-, Demonstrations- und Redefreiheit beseitigt.Terror gegen die Arbeiterbewegung und breite Schichten der Bevölkerung, Kriege gegen andere Völker. 60 Millionen Menschen starben.

Fast täglich finden heute Übergriffe von Faschisten gegen Migranten, Linke, Antifaschisten oder Gewerkschafter statt. Oftmals von Behörden verharmlost. Allein seit der Wiedervereinigung wurden in Deutschland weit über 100 Menschen durch faschistische Angriffe ermordet. Vertreter der NPD und anderer rechtsradikaler Kleinstparteien ( Die Rechte, Der dritte Weg, Pro Deutschland) tun sich mit der Verharmlosung des Hitler-Faschismus hervor, dem viele Millionen Menschen zum Opfer gefallen sind.

Deshalb: Verbot aller faschistischen Organisationen und ihrer Propaganda! Keinen Fußbreit den Faschisten!
Während in den letzten Jahren die Gegendemonstrationen und Menschenblockaden in anderen Städten, wie Dresden oder Magdeburg, Früchte getragen haben und die Aufmärsche der Nazis wirksam eingeschränkt oder gar verhindert wurden, ist es in Dessau bisher nicht gelungen den „Trauermarsch“ zu unterbinden oder wenigstens aus der Innenstadt zu vertreiben.

Das muss sich ändern !

Dabei könnte der „Trauermarsch 2015“ eine besondere Herausforderung darstellen, denn in diesem Jahr ist der 70. Jahrestag der Bombardierung von Dessau. Zusätzlich fällt der 7. März auf einen Samstag, was für die Mobilisierung der Faschisten wohl ebenfalls recht zuträglich sein dürfte.
Aufgrund dieser Konstellation müssen wir uns darauf einstellen, wie im Jahr 2014, nicht nur oder zumindest keinen „normalen „Trauermarsch“in Dessau zu erleben.

Der „Trauermarsch“ 2014 und die rassistische Demo am Abend

Am 8. März 2014 galt es in Dessau, sich mit gleich zwei Demonstrationen von neonazistischer Seite auseinander zu setzten. Die Nazis wollten nicht nur ihren jährlichen „Trauermarsch“ vom Hauptbahnhof bis in den Süden der Stadt durchführen, sondern gedachten obendrein, am Abend durch den eher linksalternativen Stadtteil Dessau-Nord zu ziehen.
Während der „Trauermarsch“ leider schon fast zu einer Art „Tradition“ geworden ist, sahen wir uns mit der zutiefst rassistischen Demo am Abend einer neuen Bedrohung ausgesetzt, welcher es sich entschieden entgegen zu stellen galt.

Der „Trauermarsch“:
Während im letzten Jahr die Teilnehmerzahl dieser geschichtsrevesionistischen Versammlung deutlich gestiegen war, traten diesmal auch in Dessau die Mobilisierungsprobleme der „Freien Kameradschaften“ zu Tage. Waren es 2013 noch über 300 Neonazis, so kamen 2014 lediglich ca. 240 Nazis um die Geschichte zu verklären. Diese zogen fast ungehindert vom Hauptbahnhof zum Friedhof III in Dessau-Süd. Nur ein paar kleinere Blockaden vermochten den faschistischen Aufzug zeitweilig ein wenig zu verzögern.
Das „Netz­werk für Ge­leb­te De­mo­kra­tie“, zu wel­chem auch wich­ti­ge Ver­tre­ter der Stadt und des politischen Raumes ge­hö­ren, hatte zu einer Vielzahl von Protestaktionen aufgerufen, um eine breite Bürgerschaft für die Proteste zu gewinnen. 3.000 Bürgerinnen und Bürger folgten diesem Aufruf. Leider sind die Protestformen ( Menschenkette) des „Netzwerks Gelebte Demokratie“ nicht darauf ausgelegt faschistische Aufzüge zu blockieren und daher konnten die rechten Kameradschaften in den vergangenen Jahren immer wieder den Friedhof III in Dessau-Süd erreichen und ihre „Gedenkkundgebung“ abhalten. Eine ag­gre­ssi­ve Po­li­zei schütz­te darüber hinaus den „Trau­er­zug“.
Die Demo am Abend
An der rassistischen Demonstration am Abend in Dessau-Nord nahmen dann noch 130 Personen teil, welche mit rassistischen und faschistischen Parolen gegen Migranten hetzten. Der martialische Aufzug durch den eher linksalternativen Stadtteil musste vielen Bürgern verdeutlichen, dass eine Menschenkette nicht mehr ausreicht um rechtsradikale Aufmärsche von der Innenstadt fernzuhalten, geschweige denn, sie komplett zu unterbinden.

Den „Trauermarsch“ 2015 Blockieren!

Auf­grund sei­ner Ge­schich­te, der jün­ge­ren Ver­gan­gen­heit und den ak­tu­el­len Ent­wick­lun­gen bleibt Des­sau ein be­gehr­tes Ziel für rechts­ra­di­ka­le Auf­mär­sche und wäre nach Mag­d­e­burg, so­fern sie dort nicht mehr lau­fen kön­nen, wohl der nächs­te Ort, um einen grö­ße­ren Auf­marsch in Ost­deutsch­land zu ma­ni­fes­tie­ren. Dem gilt es ent­schie­den ent­ge­gen zu tre­ten.
Die Ver­klä­rung des Op­fer­my­thos und der ideo­lo­gi­sche Missbrauch der beim Bom­ben­an­griff Ver­stor­be­nen soll und darf nicht wei­ter durch un­se­re Stra­ßen ge­tra­gen wer­den.

In diesem Jahr wollen wir durch eine gut organisierte Menschenblockadestrategie und einem gemeinsames Vorgehen aller Aktivisten den „Trauermarsch“ endlich verhindern.
Kommt alle nach Des­sau und helft uns, den Aufmarsch der Nazis zu ver­hin­dern.

strong>Wann/ Wo ? 07. 03. 2015 | 11:00 | Hbf Dessau

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Antifa Mon, 12 Jan 2015 10:05:19 +0000
Kazaguruma-Demo zum 4. Jahrestag von FUKUSHIMA https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1857.html https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1857.html Veranstaltungsort: Berlin / Berlin
Kategorie: Anti-Atom
Datum: 07.03.2015
Zeit: 13:00 Uhr
Beschreibung:
Kazaguruma-Demo zum 4. Jahrestag von FUKUSHIMA
07.März 2015 | 13 Uhr | Brandenburger Tor (Berlin)
Checkt antiatomberlin.de

Vier Jahre sind seit dem Super-GAU in Fukushima vergangen. Leider scheint der große Atomunfall bereits in vielen Köpfen weltweit in Vergessenheit geraten zu sein, aber die Katastrophe und schlimme Folgen sind gar nicht vorbei!

Deshalb wollen wir Sayonara Nukes Berlin gemeinsam mit AntiAtom Berlin und Naturfreunde Berlin zum 4. Jahrestag von FUKUSHIMA auf die Straße gehen.

Wir wollen dadurch den Betroffenen in und um Fukushima und den japanischen Bürgern, die sich für die atomfreie Welt einsetzen, unsere Solidarität bekunden, aber auch hiesigen Bürgern daran erinnern, dass FUKUSHIMA keineswegs nur das Problem von Japan ist.

Kazaguruma (Windräder auf Japanisch) dürfen dabei nicht fehlen als Symbol für unsere gemeinsame Hoffnung auf eine atomfreie Zukunft. Die Windräder werden wieder während der Demo verteilt.

Dieses Jahr wollen wir “tanzend” auf die Straße von Berlin gehen, begleitet von der traditionellen Musikfolklore aus Fukushima, zu der man heiter tanzt (der Tanz heißt “Kansho Odori”) . Die Schritte sind einfach. Tanzt mit zum Remix der energischen Folklore, geht mit uns auf die Straße!

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Anti-Atom Thu, 05 Feb 2015 08:56:37 +0000
„Keine Lager für Frauen! Alle Lager abschaffen!“ https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1869.html https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1869.html Veranstaltungsort: Potsdam /
Kategorie: Antirassismus
Datum: 07.03.2015
Zeit: 14:00 Uhr
Beschreibung:
„Keine Lager für Frauen! Alle Lager abschaffen!“
7.März 2015 | 14 Uhr | Potsdam Hbf
Checkt women-in-exile.net

Demo und Protestaktion vor dem Landtagsgebäude

Beim Feiern des Internationalen Frauentags 2015 wollen wir genau hinsehen, wie die Landesregierung Brandenburgs und die Bundesregierung Deutschland uns behandelt: In den letzten Jahren haben wir sie immer wieder aufgefordert, zumindest Frauen und Kindern die Möglichkeit zu geben, aus den Lagern auszuziehen. Trotzdem sehen wir, dass den lokalen Behörden Geld zur Verfügung gestellt wird, mit dem sie bereits existierende isoliert liegende Lager ausbauen, und zu den bereits bestehenden Lagern neue dazu kommen.
Wir sehen keine Veränderung unserer Situation: Immer noch liegt die Mindestquadratmeterzahl, die Asylsuchenden zugeteilt wird, bei 6qm pro Person. Immer noch werden wir oft mit der Unterbringung in abgelegenen Unterkünften ausgegrenzt und sind damit rassistischen Angriffen ausgeliefert. Immer noch wird uns selten die Möglichkeiten gegeben, in privaten Wohnungen zu leben wie andere Menschen auch. Und mit einer Änderung des Baurechts ist nun auch das Bauen von Lagern in Gewerbegebieten erlaubt.
Flüchtlingsfrauen leiden darunter am meisten. Denn normalerweise sind die Frauen diejenigen, die sich verantwortlich fühlen, unter solchen menschenunwürdigen Lebensbedingungen den Alltag für die ganze Familie zu organisieren.

Deshalb erneuern wir unseren Appell: „Keine Lager für Frauen! Alle Lager abschaffen!“

Wir fordern von der Bundesregierung:

Beenden Sie ihre rückwärtsgewandte Abschreckungspolitik der 90er-Jahre, die das Ziel hat, Flüchtlinge von der Einreise nach Deutschland abzuhalten oder sie zum Zurückkehren zu zwingen!

Wir fordern von den Landesregierungen:

Erlassen Sie landesweite Regelungen, die die Landkreise und Bezirke anweisen, Flüchtlinge in Wohnungen unterzubringen – vor allem die Frauen und Kinder!

Wir fordern von den lokalen Behörden:

Integrieren Sie Flüchtlinge in Ihre Landkreise und Bezirke, indem Sie ihnen die Möglichkeit geben, in Wohnungen – wo immer sie wollen – zu leben!

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Antirassismus Wed, 25 Feb 2015 17:14:10 +0000
Heraus zum Internationalen Frauen_kampftag 2015! https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1865.html https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1865.html Veranstaltungsort: Freiburg /
Kategorie: Antisexismus
Datum: 07.03.2015
Zeit: 15:00 Uhr
Beschreibung:
Heraus zum Internationalen Frauen_kampftag 2015!
7.März 2015 | 15 Uhr | Platz der alten Synagoge (Freiburg)
Checkt www.8maerz.tk

Der 8. März ist seit 1911 das Symbol für den Kampf zur Befreiung der Frau, gegen strukturelle Unterdrückung, ökonomische Ausbeutung, sexualisierte Gewalt und patriarchale Rollenbilder. Weltweit kämpfen Frauen_ für ihre Rechte und Befreiung. Seien es aktuell die Textilarbeiter_innen in Bangladesh, die Frauen_ in den kurdischen Autonomiegebieten oder auch die Protestbewegungen in Spanien gegen die reaktionären Abtreibungsgesetzgebungen.

Verschiedene Frauen_, feministische Initiativen und linke Gruppen haben sich in Freiburg zusammen gefunden, um diesen Tag zu repolitisieren und zu feiern. Wir wollen unsere Ideen und Forderungen am 8. März 2015 gemeinsam und vielfältig auf die Straße tragen.

Still Loving Feminism!

Wir sind konfrontiert mit dem Versprechen, dass Männer und Frauen_ in der BRD gleichberechtigt sind und dieselben Zugangschancen zu Beruf, Bildung und Politik haben. In unserem Lebensalltag müssen wir jedoch feststellen, dass es noch immer gravierende Unterschiede gibt. Trotzdem werden die strukturellen Bedingungen und die Machtverhältnisse nicht betrachtet. Feministische Kritik wird heutzutage nach wie vor als trocken, veraltet, und unnötig abgetan. Für uns ist sie jedoch weiterhin brandaktuell und notwendig. Für eine feministische Perspektive!

Fight Sexism, Fight Gender, Be yourself!

In der Werbung, in Filmen, in Schaufenstern: überall wird uns gesagt, wie wir auszusehen haben, und für Frauen_ bezieht sich das vor allem darauf, schlank, sportlich, rasiert und sexy sein zu sollen. Nur wenn diese Anforderungen erfüllt werden, gelten sie als „richtige Frauen_“ und damit als begehrenswert, attraktiv, schlichtweg akzeptiert. In unserer jetzigen Gesellschaft ist kein Platz für „alles, was dazwischen ist“. Trans- und intersexuelle Menschen haben es besonders schwer, weil sie aus beiden Normen (für Männer_ und für Frauen_) herausfallen. Der gesellschaftliche Druck ist hoch, diesen Anforderungen und diesem Schönheitswahn Genüge zu tun. Deshalb setzen wir uns für eine Gesellschaft ein, in der mehr als nur zwei Geschlechter akzeptiert werden, damit alle Menschen frei leben können.

No Means No!

Wir leben in einer Gesellschaft, in der sexuelle Belästigung, sexualisierte und häusliche Gewalt an Frauen_ eine grausame Normalität darstellen. Nach einer Erhebung der EU hat jede dritte Frau_ seit ihrem 15. Lebensjahr körperliche und/oder sexualisierte Gewalt erfahren. Den Frauen_ und Mädchen_ wird hier oft selbst die Verantwortung für den eigenen Schutz zugeschrieben. Sie sollen Selbstverteidigungskurse besuchen und keine aufreizende Kleidung tragen. Wir kämpfen für eine Gesellschaft, in der Frauen_ keine Objekte sind.

Who Cares?

Viele Frauen_ arbeiten in unsicheren Beschäftigungsverhältnissen, im Niedriglohnsektor oder in sogenannten Frauenberufen. Deshalb sind sie auch besonders betroffen von Altersarmut und dem zunehmenden Abbau des Sozialstaates. Das führt dazu, dass sie oftmals noch immer in Abhängigkeit von Männern leben müssen. So übernehmen Frauen_ in Sozial-, Erziehungs- und Pflegeberufen für Menschen notwendige Aufgaben wie die Versorgung und Erziehung von Kindern oder die Pflege von Alten und Kranken und sie werden gleichzeitig schlecht entlohnt. Wir fordern eine Aufwertung dieser Berufe und ihre Anerkennung als einen wichtigen Grundpfeiler dieser Gesellschaft.

Frauen_ sind heutzutage doppelt belastet, da sie noch immer für die  Haus- und Sorgearbeiten zuständig sind und sich gleichzeitig in den Arbeitsmarkt eingliedern. Der Kapitalismus profitiert von der unbezahlten Arbeit  die Frauen_ leisten, da sie notwendige Voraussetzung zur Ausbeutung der Arbeitskraft ist. Die private Haus- und Sorgearbeit, die Familien in reicheren Ländern nicht machen wollen, wird verstärkt von Frauen_ aus ärmeren Ländern übernommen, wodurch die ungleiche globale Arbeitsteilung verstärkt wird. Wir fordern eine umfassende soziale Absicherung für diese Haushaltsarbeiter_innen und Pflegekräfte in den Familien.

Grenzenlose Solidarität!

Frauen_ mit unterschiedlichen Migrationsgeschichten sind sowohl von Sexismus als auch von Rassismus betroffen. Sie werden vielfach durch die rassistische Migrationspolitik der BRD und EU illegalisiert und systematisch in prekäre Arbeits- und Lebensverhältnisse gedrängt. Selbst wenn Frauen_ es schaffen, einen Aufenthaltsstatus zu erlangen, werden sie durch alltagsrassistische Handlungs- und Denkweisen diskriminiert. Wir fordern offene Grenzen und ein selbstbestimmtes Leben für alle!

Lasst uns gemeinsam kämpfen für eine Gesellschaft, in der Menschen jenseits von Ausbeutungs- und Unterdrückungsverhältnissen leben können. In der Menschen nicht nach ökonomischer Verwertbarkeit eingeteilt werden. In der alle Menschen jenseits von Kategorien wie Geschlecht, Hautfarbe, Herkunft, Gesundheit, Alter und Sexualität frei leben können.

Kommt alle zur Demonstration am 7. März 2015 um 15 Uhr zum Platz der alten Synagoge in Freiburg!

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Antisexismus Fri, 13 Feb 2015 08:04:46 +0000
Feministische Kämpfe verbinden! Demo zum Frauenkampftag 2015! https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1841.html https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1841.html Veranstaltungsort: Berlin / Berlin
Kategorie: Antisexismus
Datum: 08.03.2015
Zeit: 11:00 Uhr
Beschreibung:
Feministische Kämpfe verbinden! Demo zum Frauenkampftag 2015!
8.März 2015 | 13 Uhr | Rosa-Luxemburg-Platz (Berlin)
Checkt www.frauenkampftag2015.de

Der Internationale Frauen*kampftag steht für den Kampf für rechtliche, politische und wirtschaftliche Gleichstellung, ein selbstbestimmtes Leben, für das Recht auf körperliche Unversehrtheit  sowie sexuelle Selbstbestimmung – gegen die Ausbeutung von Mensch und Natur. Frauen* werden im Kapitalismus doppelt ausgebeutet und sexistisch unterdrückt. Die meist[e] unbezahlte, aber notwendige Arbeit zu Hause und in der Gesellschaft, wie die schlecht bezahlte Sorge-, Pflege- und Betreuungsarbeit, wird weiterhin mehrheitlich von Frauen* geleistet. Frauen* sind von Altersarmut besonders betroffen.

Ob Krankenschwester in Deutschland oder Textilarbeiterin in Bangladesch – wir solidarisieren uns mit den Kämpfen von Frauen* für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen und für höhere Löhne.   Frauen* mit Migrationshintergrund, nicht selten illegalisiert und prekär beschäftigt, sind in besonderem Maße von Ausbeutung, Rassismus und Sexismus betroffen. In Forschung und Wissenschaft sind Frauen* unterrepräsentiert.

Zu allen Zeiten ist der Internationale Frauen*kampftag auch ein Kampftag für den Frieden. Vergewaltigung als Kriegswaffe, Unterdrückung und Vertreibung – Frauen* sind aufgrund ihres Geschlechts weltweit in besonderem Maße von Gewalt und kriegerischen Auseinandersetzungen betroffen. Aber Frauen* leisten auch Widerstand, wie aktuell im kurdischen Rojava. Wir solidarisieren uns mit Frauen* auf der Flucht, im Asyl und im Widerstand.  Wir wenden uns gegen Krieg, Aufrüstung, Militarisierung und die Instrumentalisierung von Frauen*rechten!

Gewalt aufgrund von und mittels Geschlechterhierarchien ist überall auf der Welt Alltag. Jede dritte Frau* in Europa war schon Opfer männlicher Gewalt. Die Normalisierung von sexualisierter Gewalt und Belästigung, rassistische, transfeindliche, homofeindliche Gewalt und Gewalt gegen Frauen* mit Behinderung schränken die Bewegungsfreiheit und Selbstbestimmung von Frauen* massiv ein. In den Medien werden Mädchen* auf ihre „zukünftige Rolle“ als Mütter und Frauen*, auf einen Gebrauchsgegenstand und auf ihre Körper(teile) reduziert. Frauen*, Trans*- und Inter*-Personen werden abgewertet und oft unter Gewaltanwendung diskriminiert. In diesem Zusammenhang werden Heterosexualität und Monogamie als Norm gesetzt.

Wir treten für sexuelle Selbstbestimmung ein: Weg mit § 218, Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen weltweit,  kostenfreier und rezeptfreier Zugang zur Pille danach und zu Verhütungsmitteln. Wir treten den christlichen Fundamentalist*innen, die bis ins Spektrum von Nazis und der AfD reichen, auf ihren sogenannten „Märschen für das Leben“ aktiv entgegen.  „Besorgte Eltern“ protestieren gegen die Angleichung von Lehrplänen an vielfältige Lebensrealitäten, auch im Sexualkundeunterricht.  Wir kämpfen stattdessen für eine emanzipatorische und feministische Bildung, die herrschaftskritisches Denken fördert.

Wir positionieren uns auch ausdrücklich gegen Pegida, die antimuslimischen Rassismus schüren, überholte Rollenbilder propagieren und nationalistische Hetze betreiben.

Wir als Bündnis Frauen*kampftag sind Teil einer Gegenwehr und des Kampfes für ein selbstbestimmtes und besseres Leben. Solidarisch, kritisch und offensiv gegen die bestehenden Verhältnisse.  Für einen politischen und sichtbaren Frauen*kampftag 2015!

Deswegen:
HERAUS ZUM 8. MÄRZ 2015!
13:00 UHR,
 Berlin, Rosa-Luxemburg-Platz

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Antisexismus Wed, 14 Jan 2015 22:02:30 +0000
Heraus zum internationalen Frauentag in Köln! https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1876.html https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1876.html Veranstaltungsort: Köln /
Kategorie: Antisexismus
Datum: 08.03.2015
Zeit: 11:00 Uhr
Beschreibung:
Heraus zum internationalen Frauentag in Köln!
8.März | 11 Uhr | Domplatte (Kreuzblume, Köln)
Checkt frauen.verdi.de

We can´t believe we still have to protest this shit! But we do! – Heraus zum internationalen Frauentag 2015: Die DGB-Frauen und DGB-Jugend Köln laden ein!

Deutschland hinkt bei der Gleichstellung von Frauen hinterher. Die häusliche Arbeit liegt weiterhin in weiblicher Hand. Besonders viele Mütter arbeiten in Teilzeit und das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen ist im internationalen Vergleich deutlich höher.

Dabei erreichen Frauen heute ebenso erfolgreich Berufs- und Bildungsabschlüsse wie Männer, häufig schneiden sie sogar besser ab. Aber auf dem Arbeitsmarkt werden sie ausgebremst. Aus familiären Gründen unterbrechen Frauen häufig ihre Erwerbsphase, arbeiten überdurchschnittlich in Teilzeit und verdienen selbst auf gleichen Positionen weniger als ihre männlichen Kollegen.

Die Folge: Nur selten können Frauen mit ihrem Einkommen auf eigenen Beinen stehen, eine Familie ernähren oder gar eine angemessene Alterssicherung aufbauen. In der Sprache kommen Frauen noch zu kurz. Geschlechtergerechte Sprache ist ein wichtiger Schritt in Richtung Geschlechterdemokratie! Halbnackte Frauenkörper sind in der Werbung und in Medien nach wie vor beliebt.

Schluss damit! Hate sexism!

Wir haben den alltäglichen Sexismus in dieser Gesellschaft satt. Wir bestimmen selbst über unseren Körper!

Wir haben es satt, dass Frauen in der Arbeitswelt noch immer den Kürzeren ziehen! Wir möchten nicht mehr mit ansehen, dass sich schulischer Erfolg junger Frauen nicht in der beruflichen Karriere niederschlägt! Wir fordern eine einfachere Rückkehr in Vollzeit!

Wir wollen es nicht mehr hinnehmen, dass jede dritte Frau in NRW einen Niedriglohn bezieht! Wir fordern: mehr Frauen in Führungspositionen bei gleicher Bezahlung wie die männlichen Kollegen!

Wir wollen eine Abkehr vom gesellschaftlich tradierten Rollenbild des männlichen Familienernährers und fordern ein Ende der Vielzahl von Anreizen des Staates, dieses zu befördern!

Wir fordern einen gesellschaftlichen Diskurs über Arbeits- und Lebenszeit und neue Arbeitszeitmodelle! Wir fordern, dass sich ALLE Geschlechter für ein gerechtes Zusammenleben einsetzen!

Heraus zum internationalen Frauentag 2015!

Am Weltfrauentag wollen wir unsere Forderungen in die Welt schicken – kommt dazu und seid dabei! Wir treffen uns am 8. März um 11 Uhr auf der Domplatte an der Kreuzblume (Kardinal-Höffner-Platz) in Köln.

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Antisexismus Wed, 04 Mar 2015 11:58:47 +0000
Feministischer Kampftag 2015! https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1873.html https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1873.html Veranstaltungsort: Frankfurt am Main / Frankfurt am Main
Kategorie: Antisexismus
Datum: 08.03.2015
Zeit: 14:00 Uhr
Beschreibung:
Feministischer Kampftag 2015!
08.März 2015 | 14 Uhr | Hauptbahnhof (Frankfurt am Main)
Checkt feministischerkampftagffm.tumblr.com

Der 8. März ist internationaler Frauenkampftag. Angesichts zunehmender Ressentiments und körperlicher sowie institutionalisierter Gewalt gegen Frauen* und LGBTIQ* (Lesbian, Gay, Bi.,Trans*, Inter*, Queers*) ist es umso bedeutsamer, dem antifeministischen Backlash zu begegnen und gemeinsam Widerstand zu leisten.
Dieser Tag ist Anlass, feministische Kämpfe in ihrer Verschiedenheit und ihren Gemeinsamkeiten auf die Straße zu bringen und zu feiern! Doch das ist erst der Auftakt - denn jeder Tag ist ein feministischer Kampftag! Neben Sexismus gilt es auch andere Machtstrukturen in den Blick zu nehmen - mit dem Ziel, diese in ihren Verwobenheiten zu erkennen und zu bekämpfen. So soll beispielsweise in Anknüpfung an Kritiken Schwarzer Feminist*innen u.a. Antirassismus fester Bestandteil einer feministischen Auseinandersetzung sein!
Feministische Kämpfe finden an zahlreichen Orten statt. Deswegen werden wir während der Demo an verschiedenen Stationen Halt machen und unterschiedlichen Stimmen zuhören. Im Anschluss erwartet euch im Klapperfeld: Plausch, Party & Politics. Essen, Trinken und Kinderbetreuung gibt’s auch!

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Antisexismus Wed, 04 Mar 2015 11:38:29 +0000
Kämpfe vereinen! Für eine revolutionär-feministische Perspektive! Gegen Sexismus und Patriarchat! https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1880.html https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1880.html Veranstaltungsort: Leipzig /
Kategorie: Antisexismus
Datum: 08.03.2015
Zeit: 14:00 Uhr
Beschreibung:
Kämpfe vereinen! Für eine revolutionär-feministische Perspektive! Gegen Sexismus und Patriarchat!
8.März 2015 | 14 Uhr | Clara-Zetkin-Denkmal (Johannapark, Leipzig)
Checkt 8maerzleipzig.blogsport.eu

Warum Frauen*kampftag?

Frauen* waren und sind weltweit von unterschiedlichsten Unterdrückungsmechanismen aufgrund von Geschlecht, sexueller Orientierung, Aussehen, ökonomischem Status etc. betroffen.
Schon seit 1910 gehen Frauen* und solidarische Menschen zum Internationalen Frauen*kampftag auf die Straße, um die Vielfalt ihrer alltäglichen Kämpfe gegen globale und lokale Ausbeutungs- und Unterdrückungsverhältnisse sichtbar zu machen. Vor allem soll die Verbundenheit zu allen von Sexismus und anderen Diskriminierungen Betroffenen zum Ausdruck gebracht werden.
Seit einigen Jahren hat in Leipzig keine größere Aktion mehr am Frauen*kampftag stattgefunden. Um dies zu ändern, wollen wir euch aufrufen, gemeinsam mit uns am 8. März für unsere Forderungen auf die Straße zu gehen. Als wir uns das erste Mal zusammengesetzt und überlegt haben, was wir uns thematisch als Schwerpunkt setzen wollen, kamen sehr viele Wünsche und Ideen auf. Unser Aufruf soll euch einen kleinen Überblick verschaffen, warum der (queer-)feministische Kampf noch lange nicht zu Ende ist. 
Viele sind nicht nur von einem Unterdrückungsmechanismus, wie dem Patriarchat oder Rassismus betroffen, sondern mehrfach. Doch daraus folgt nicht, dass jede* von uns den Kampf in den verschiedenen Feldern selber führen muss!

Was ist eigentlich Intersektionalität?

Von Diskriminierung- bzw. Unterdrückungsformen „mehrfach betroffen zu sein“ wird auch Intersektionalität genannt. Darunter werden soziale Konstruktionen, wie die Kategorien Geschlecht, Alter, Aussehen, Nationalität oder der ökonomische Status verstanden. Um die realen Situationen zu verstehen, in denen Frauen* heute leben und unter denen sie leiden, können diese Kategorien nicht getrennt und isoliert voneinander betrachtet und behandelt werden.
So ist beispielsweise eine Schwarze* Frau* nicht nur aufgrund ihres Geschlechts unterdrückt, sondern auch von Rassismus. In diesem Fall verweben sich Rassismus und Sexismus.
Deshalb soll unser Feminismus diese vielfältigen anderen Unterdrückungsmechanismen mitdenken, denn nur so ist es möglich, zu verstehen, mit welchen unterschiedlichen Situationen Menschen heutzutage zu kämpfen haben. Und um es abzuschaffen, müssen wir es verstehen.
Lasst uns unsere Kämpfe nicht alleine oder in kleinen Grüppchen austragen! Ein gemeinsamer Kampf bedeutet immer auch eine Auseinandersetzung mit der eigenen Lebenslage. Dazu gehört es, die eigenen Privilegien immer wieder aufs Neue zu reflektieren. Denn nur so, kann ein  wirklicher Austausch mit Menschen geführt werden, denen diese Privilegien vorenthalten werden. Dabei müssen wir auch akzeptieren, dass wir nicht automatisch unsere eigenen Standpunkte und Forderungen auf andere übertragen können.
Es ist notwendig nicht übereinander, sondern miteinander zu reden und zu agieren. Nur so kann eine ernsthafte Solidarität und ein gemeinsamer Kampf gegen bestehende Verhältnisse geführt werden!

Man wird nicht als Frau geboren, man wird es”¹

Geschlechterrollen werden aufgrund äußerer Merkmale zugeschrieben. Menschen werden in ein Geschlecht sozialisiert, das heißt, jede*r wird zur Frau“ oder zum Mann“ gemacht.
Dabei werden soziale Zuschreibungen und Eigenschaften, wie stark – schwach, empathielos – einfühlsam, laut – leise, usw. auf das vermeintliche biologische Geschlecht zurückgeführt. Betroffen von Rollenzuschreibungen sind demnach Männer* ebenso wie Frauen*. Doch sind letztere neben des Zwangs in bestimmten “Geschlechter”-Rollen und Verhaltensweisen verortet zu sein, außerdem strukturell benachteiligt und von patriarchalen Hierarchien betroffen. 

Was ist schon sex, was ist schon gender?

Laut gesellschaftlich anerkannter Definition ist “sex” das biologische Geschlecht (Gebärmutter, Hoden, Brüste, etc.) und “gender” das soziale Geschlecht. Dies stellt im System der Zweigeschlechtlichkeit gesellschaftlich und soziokulturell geprägte und konstruierte Zuschreibungen dar, die auf ausschließlich zwei Geschlechter zurückgeführt werden. Sowohl sex, als auch gender ist gesellschaftlich konstruiert. Menschen werden anhand äußerer Merkmale beurteilt und in sogenannte Schubladen gesteckt. Alles was dort nicht rein passt, wird marginalisiert, pathologisiert und ausgegrenzt. Jedoch sind wir so wie wir sind und das muss nicht definiert werden! 
Die Situation geht so weit, dass Neugeborene und Kinder, die keinem der beiden normierten Geschlechter eindeutig zu geordnet werden können, in vielen Fällen in “Frau” oder “Mann” umoperiert werden und ihr Leben lang teilweise massiv unter diesen Eingriffen zu leiden haben. Gründe für solch drastische Eingriffe sind dabei nicht etwa medizinischer Natur, sondern sind allein auf eine gesellschaftliche Norm zurück zu führen. Diese Praxis und ein Ausbleiben des Aufschreis darüber, zeigt wie weit Heteronormativität in den Köpfen der Menschen verankert ist und wird.
Heteronormativität bezeichnet die als natürlich erachtete und angeblich ausschließlich existierende Zweigeschlechtlichkeit in Frau und Mann. Diese Unterscheidung wird als gesellschaftliche Norm angesehen. Die einzig akzeptierte Sexualität ist dabei die der Heterosexualität. Dieser Zustand wird nicht nur durch gesellschaftliche Normen verankert, sondern auch durch die Gesetzgebung; so ist es für ein homosexuelles Paar weiterhin nicht erlaubt, gemeinsam ein Kind zu adoptieren.
Heteronormativität ist ein Zustand, der unzählige Menschen auf dieser Welt diskriminiert, sie ausgrenzt und es ihnen nicht möglich macht, sich frei zu entfalten. Täglich werden Trans*-Menschen auf der Straße angegriffen, bedroht und nicht selten kommt es zu Morden. Das ist kein Zustand, in dem wir leben wollen. Wir wollen eine Gesellschaft, in der Geschlecht und damit einhergehende Zuschreibungen überwunden werden und in der kein Mensch aufgrund solcher Konstruktionen diskriminiert, ausgegrenzt oder zur Anpassung gezwungen wird.
 
Wir lehnen die uns zugeschriebenen Rollen ab, aber wir leben in einer heteronormativen Welt und darum ist uns die Benennung möglichst vieler Unterdrückungsmechanismen wichtig!

Die Herausforderungen im Kapitalismus

Das Patriarchat ist eine gesellschaftliche Struktur, die männliche Macht und Dominanz sichert. Das bedeutet, dass alle Individuen, denen darin ein „niedrigerer“ Status zugeschrieben wird (hauptsächlich Frauen* und Kinder) kontrolliert werden. In diesem System sind bestimmte Aufgaben und Eigenschaften Geschlechtern zu geschrieben. Wenn Menschen entgegen ihrer zugeschriebenen Rolle handeln, ist oftmals ein Behaupten darin notwendig. Weiblich sozialisierte Personen werden im Kapitalismus in eine untergeordnete Position gestellt. Dies gilt im Privaten, wie auch im Öffentlichen. So verdienen Frauen* auf dem Arbeitsmarkt bei gleicher Tätigkeit nach wie vor weniger Geld als Männer*. Während  es als Selbstverständlichkeit angesehen wird, dass Frauen bspw. in Mutterschaftsurlaub gehen, werden Männer* für einen Vaterschaftsurlaub gelobt.
Reproduktionsarbeit wird in der Betrachtung eines allgemeinen Arbeitsverständnisses nicht als solche angesehen, sondern dem Bereich des Privaten zugeordnet. Unter Arbeit wird im Allgemeinen Lohnarbeit verstanden, also erbrachte Leistung im Austausch gegen eine Bezahlung. Doch auch reproduktive Tätigkeiten sollten als eine Arbeit gesehen werden. Durch die historisch gewachsenen Geschlechterzuschreibungen fallen auch heute noch die Aufgaben der reproduktiven Arbeit, wie Kindererziehung und Haushaltsführung, zum überwiegenden Teil den Frauen* zu. Wir wollen die Annahme von geschlechterspezifischen Tätigkeiten überwinden!
Mittlerweile werden viele Teile der reproduktiven Arbeiten ökonomisiert, zum einen weil die Frauen*erwebstätigkeit stark zugenommen hat, zum anderen um privatwirtschaftliche Profite daraus zu schlagen. In Fällen in denen es eine Verschiebung in den Dienstleitungsbereich gibt, besteht weiterhin eine Niedriglohnpolitik. Die Arbeit ist meistens mit hohen gesundheitlichen und psychischen Belastungen verbunden. Weitere Bereiche werden mit (illegalisierten) Migrantinnen* besetzt. Damit geht einher, dass reproduktive Tätigkeiten in priviligierten Haushalten von Migrantinnen* übernommen werden. Für all diese Arbeiten wird die oftmals prekäre Situation von (illegalisierten) Migranntinnen* ausgenutzt!
Aus aktuellem Anlass wollen wir uns an dieser Stelle mit den Kindergarten-Erzieher*innen solidarisieren, die in diesem Jahr für bessere Bedingungen in Kitas und Horten auf die Straße gehen werden.

Die Familie…

In der heteronormativen Gesellschaft gibt es klassische „Frauen- und Männerberufe“, sowie für Geschlechterrollen zugeschriebene Tätigkeiten und das klassische Konstrukt einer Familie. Wir meinen hier die bürgerliche Kleinfamilie, bestehend aus Vater, Mutter und Kind(ern). Die Eltern gehen über die Ehe-Schließung eine rechtliche Bindung ein, die sie formal aus der kapitalistischen Konkurrenz der Menschen untereinander herausnimmt. So erscheint die Kleinfamilie als Ruhepol, in der sich von den alltäglichen Zumutungen erholt werden kann. Dies kann zum einen für alle gelten, da es zum Beispiel ein Schutzraum vor rassistischer Verfolgung sein kann. Doch in den meisten Fällen ist diese Erholung ein männliches Privileg. Für die Erholung braucht es auch Arbeit, die in erster Linie von Frauen* und unbezahlt geleistet wird. Heutzutage können einige Frauen* den persönlich favorisierten Beruf frei wählen. Doch häufig existiert eine Doppelbelastung durch Lohnarbeit und reproduktive Arbeit. Solange die Reproduktion in der Sphäre der Familie und des Privaten bleibt, braucht sich die vorherrschende Politik vordergründig nicht weiter um diese Angelegenheiten kümmern. Auf der anderen Seite halten die staatlichen Organe immer wieder den Erziehungsauftrag der Familie hoch. Dieser meint letztendlich nichts anderes, als die mal mehr mal weniger stark ausgeprägte ideologische Zurichtung auf die gesellschaftlichen Verhältnisse, in denen die Kinder sich später selbst zurecht finden müssen. Das Kinderbekommen erfüllt in einem kapitalistischen System einen Zweck und wird entsprechend durch finazielle Zuwendungen gefördert (z.B. durch Kindergeld). Es soll ja stets dafür gesorgt werden, dass neues Humankapital geschaffen wird, das zukünftig die wirtschaftlichen Interessen eines Staates erfüllen soll. Des Weiteren wird die Angst vor einem “Aussterben des eigenen Volkes” geschürt, welche mit rassistischen und sozialdarwinistischen Argumenten untermauert wird.
Bei der bürgerlichen Forderung nach Gleichberechtigung wird die vollständige Integration der Frauen* in die bestehende Gesellschaft und die Anerkennung als gleichberechtigte Konkurrenzsubjekte gewünscht. Gleichstellungsbeauftragte, Frauen*quote etc. sind in diesem System zwar erforderlich, jedoch dürfen wir hierbei nicht stehen bleiben. Wir müssen die gesellschaftlichen sowie ökonomischen Verhältnisse und Konstrukte grundsätzlich in Frage stellen. 

Von Alltagssexismus bis RapeCulture, was unsere Gesellschaft zu bieten hat

Die Handlungsweisen eines jeden Menschen sind gesellschaftlich geprägt. Wir leben in einem System, in dem Sexismen Tag für Tag reproduziert werden.
Dieses System beinhaltet das Einzwängen in gesellschaftlich vorgegebene Handlungsweisen, wie Mann und Frau sein zu haben. So werden Menschen beispielsweise nach ihrem Äußeren beurteilt: umso näher sie einem Ideal entsprechen, umso höher ist die gesellschaftliche Akzeptanz. Diese Vorstellungen sind weder natürlich, noch gänzlich individuell, sondern von Normen und Machtverhältnissen beeinflusst. So gibt es unterschiedliche “Ansprüche” an Frauen*, die möglichst schlank und Männer*, die möglichst muskulös sein sollten. Diese hängen eindeutig mit den vorgeschriebenen Rollenbildern zusammen. Ebenfalls gibt es Parallelen zu anderen Diskriminierungsmechanismen, wie Rassismus, Ageism – der Diskriminierung aufgrund des Alters und Ableism – der Diskriminierung und Abwertung aufgrund einer Beeinträchtigung. Schönheitsideale sind oft durch weiße Vorherrschaft und (post-)koloniale Strukturen geprägt. Es sollte nicht darum gehen, wie ein Mensch aussieht, sondern was eine Person macht und sagt!
Täglich werden Menschen mit dem jeweils zugeordneten Geschlecht konfrontiert und Frauen* hören Sätze, wie “Wir brauchen Männer zum Tragen.”, “Willst du mit deinem Rock Männer aufreißen?”, “Hast du deine Tage oder wieso bist du so schlecht drauf?”. Wenn Frauen* sich in klassischen Männern*domänen, wie in Baumärkten oder Sportgruppen befinden, werden sie* nicht für Entscheidungen herangezogen, wird nicht mit ihnen geredet oder sie* werden teils gar nicht angeschaut, sobald eine “männliche Vertretung” daneben steht. 

“Frauen hört ihr Frauen schreien, schlagt dem Typen die Fresse ein.”²

Auf Partys werden Frauen* (dies betrifft nicht nur Frauen*, jedoch am häufigsten) sexuell angesprochen und angetatscht und auf dem Nachhauseweg haben viele Angst vor weiteren Übergriffen. Strukturelle und individuelle Bedrohungen und Einschränkungen, sexistische Anmachen, psychische wie physische Gewalt sind alltäglich. Sexistische Gewalt bezieht sich nicht nur auf Handlungen mit konkretem sexuellem Hintergrund, wie Angraben, Antatschen und vielem mehr. Es bezieht sich auch auf Handlungsweisen, die eine Differenz und Hierarchie erzeugen, deren Basis das System der Zweigeschlechtlichkeit ist. Dieses System ist durch hierarchische und dominierende sowie unterwürfige und ohnmächtige Handlungen geprägt. Es ist ein System der Ungleichheit, Differenz und Machtausübung. 
Rape Culture ist ein Begriff, der seit den `70er Jahren in feministischen Kreisen verwendet wird. Er beschreibt eine kulturelle Norm, in der Vergewaltigung und sexualisierte Gewalt weit verbreitet sind und in der vorherrschende Normen und Praktiken stetig reproduziert werden. Medien normalisieren, entschuldigen, tolerieren oder gutheißen sexualisierte Gewalt.
Wenn sich Frauen* entschließen, die gemachten Erfahrungen zu teilen oder gar zur Anzeige zu bringen, werden ihnen oft Misstrauen und Vorwürfe entgegengebracht. Sie* müssen sich dafür erklären, wieso sie* so angezogen waren, wieso sie* alleine unterwegs waren oder ob sie* nicht ein Interesse damit verfolgen würden, die beschuldigte Person zu diskreditieren. Auch wird häufig hinterfragt, ob sie* denn wirklich nein gesagt hätten, ob sie* die ganze Situation nicht missverstanden hätten, etc.. Immer noch werden bestimmte Verhaltens- und Ausdrucksweisen als Begründung herangezogen, wenn ein Mensch sexualisierte Gewalt widerfährt. 
„Sie hat’s ja nicht anders gewollt“ – Es wird vorgeschrieben wie Frau* sich kleiden, wie viel Alkohol sie* trinken und wie sie* flirten soll, so dass sie* nicht zur einem Vergewaltigungsopfer wird.
Die Gesellschaft lehrt: Lass dich nicht vergewaltigen, anstatt: Vergewaltige nicht!
Nein heißt Nein! Gegen jeden alltäglichen Sexismus rebellieren!

“Ich bin keine Feministin, weil³

Die Alternative für Deutschland (AfD) ist ein gutes Beispiel, dass heutzutage in der westlichen Gesellschaft die Emanzipation der Frau* von vielen als bereits abgeschlossen betrachtet wird. Feminismus wird im Mainstream für veraltet oder nicht mehr nötig befunden. Aktuelle Debatten um die Pille danach, die Gesetzgebung über Schwangerschaftabbruch und den Sexualunterricht an Schulen zeigen jedoch, dass ein sogenannter „anti-feministischer roll-back“ stattfindet. Viele Errungenschaften, die in der Vergangenheit von Frauen*- und Homosexuellenbewegungen erkämpft wurden, werden heute wieder in Frage gestellt.
Tausende gehen in Berlin, im sächsischen Annaberg-Buchholz und anderen deutschen Städten auf die Straße, um gegen Schwangerschaftabbrüche und „für ein Recht auf Leben“ zu protestieren – das Selbstbestimmungsrecht der Frau* und das Recht auf ihren Körper wird ihr dabei abgesprochen. Der Staat mischt sich ebenfalls in die individuelle Entscheidungsebene der Frauen* ein. Die Debatte in Spanien um eine erneute Illegalisierung von Schwangerschaftabbrüchen unterstreicht dies. Erst 2010 wurde in Spanien gegen massive Proteste kirchlicher und konservativer Kreise ein relativ liberales Gesetz zum Schwangerschaftsabbruch verabschiedet.
In Deutschland benötigte es ein EU-Gesetz, um die Möglichkeit zu schaffen, die Pille danach auch rezeptfrei zu erhalten. Zuvor wurde durch eine restriktive Gesetzgebung der Frau* eigenverantwortliches Handeln verwehrt. Viele Frauen* berichteten von einer Vorverurteilung durch Ärzt*innen und Politik.
Auch die Aufmärsche gegen die Ehe von Homosexuellen in Frankreich und vermehrte körperliche Übergriffe gegen homosexuelle Frauen* und Männer* zeigen, dass in Europa Homosexuellen- und Trans*-Feindlichkeit weiterhin zur Tagesordnung gehören. Gegen das Vorhaben in Baden-Württemberg an Schulen im Sexualkundeunterricht neben Schwangerschaft und Hetero-Sex auch auch Homosexualität, Bisexualität, Intersexualität und Transsexualität zu thematisieren, formierte sich breiter Widerstand von Eltern, unterstützt von politisch konservativen und religiösen Kräften, so auch der AfD.
Die AfD nutzt eine gesellschaftliche Debatte, in der ein konservatives Familienbild und die traditionelle Frauen*rolle hochgehalten wird. Diese Einstellungen werden nicht nur von Männern*, sondern auch von Frauen* wie z.B. Eva Herman getragen. Diese befürchtet eine „Vermännlichung“ der Frauen* und fordert die Rückkehr zur Mutterrolle.
Ein eher neues Phänomen sind die sogenannten „Maskulinisten“, die Feminismus als erklärtes Feindbild haben, das es zu bekämpfen gilt. In ihrer verdrehten Weltsicht sind Männer* die wahren Opfer eines (neuen) Matriarchats. Ihr Hass geht teilweise sogar so weit, dass sie Schließung von Frauen*häusern fordern, die sie als „Hort des Männerhasses“ sehen.
Auch in dem Positionspapier von LEGIDA, in Redebeiträgen und auf Schildern wird klar, welches Weltbild von Geschlechter- und Rollenverteilung sie vertreten. Legida erwähnt das Thema Gleichstellung explizit in ihrem Positionspapier. Sie fordern eine Überarbeitung des Gleichstellungsgesetzes, da sie die Gleichstellung der Frauen* in der deutschen Gesellschaft als abgeschlossen betrachten. Darüber hinaus hätte es sich als unsinnig erwiesen, bestimmte Berufe wie Hebamme, Bergmann und Schmied für alle Geschlechter zu öffnen, die geschlechterspezifische Sprache sei über Jahrhunderte gewachsen, behinderte Kinder sollen nicht an allgemeine Schulen und muslimische Frauen müssten vor Kopftüchern beschützt werden.
All diese Entwicklungen sind Gründe für uns auf die Straße zu gehen um deutlich zu machen, dass ein aktiver Feminismus nach wie vor notwendig ist!

„Die Befreiung der Frau muss grundlegendes Element jedes Befreiungskampfes sein“5

Seit über 20 Jahren kämpfen Frauen* in Kurdistan gegen patriachale, nationale/koloniale Unterdrückung und ökonomische Ausbeutung. Sie* bauten eine eigenständige Frauen*armee auf, gründeten eine kurdische Frauen*partei und lokale Frauen*räte. In der Bevölkerung schafften sie* sich eine breite Basis durch den Aufbau von selbstorganisierten Strukturen, wie Kinderbetreuung, öffentlichen Waschräumen, Krankenversorgung und Bildungsangeboten sowie der Gründung von Kooperativen (Handwerkstätten, Bäckereien und Restaurants), die sie* kollektiv organisieren.
Durch ihren Kampf erreichten sie* viele Ziele, so werden Bürger*innenmeister*innenposten mittlerweile paritätisch besetzt und in allen politischen Strukturen gibt es Geschlechterquoten von 40%. Gewalttätige Ehemänner* werden aus dem kommunalen Dienst entlassen oder es besteht die Möglichkeit, dass das Gehalt des Mannes* direkt an seine Ehefrau* ausgehändigt wird, wodurch übergangsweise eine finanzielle Abhängigkeit der Frau* vermindert wird.
Die kurdische Frauen*bewegung ist eine Bewegung, die sich durch eigene Erfahrungen und den Austausch mit anderen Kämpfen ständig in ihren Zielen, Forderungen und Praxen weiter entwickelt.

Ya Basta! – Frauen* in der zapatistischen Bewegung

Die zapatistische Bewegung erlangte während des bewaffneten Aufstands 1994 Aufmerksamkeit und mehr internationale Solidarität. Im Zuge dieser Rebellion organisierten sich auch die Frauen*. Sie* kämpfen für eine Verbesserung ihrer Situation - oft auch gegen ihre eigenen Compañeros*. Sie* fordern gleichberechtigte und respektvolle Beziehungen in der Familie und innerhalb der organisatorischen Strukturen. Bereits 1993 wurden die revolutionären Frauen*gesetze bekanntgegeben. Durch ihre Beharrlichkeit haben sie* in vielen Bereichen grundlegende Veränderungen erreicht. Eine zentrale Bestimmung, die von Frauen* durchgesetzt wurde, ist das strikte Alkohol- und Drogenverbot in zapatistischen Gebieten, denn das wenige Geld, das den Familien zur Verfügung steht, soll nicht in Alkohol investiert werden. Die interfamiliäre Gewalt gegen Frauen* und Kinder, die oft unter Alkoholeinfluss stattfand, soll eingeschränkt werden und die Männer* sollen “den Kopf frei haben“ für den Aufbau der zapatistischen, selbstverwalteten Strukturen.
Frauen* haben heute wesentlich mehr Rechte, aber es fehlt noch viel bis von richtiger Gleichberechtigung gesprochen werden kann. Sie* nehmen aktiv am öffentlichen Leben in den Gemeinden teil und bekleiden inzwischen zahlreiche Funktionen in der EZLN sowie viele Gemeindeämter und auch höhere Ämter vor allem im Bildungs- und Gesundheitsbereich. 
Früher konnten nur die wenigsten Mädchen* und Frauen* schreiben und lesen. Heute gibt es in fast jeder zapatistischen Gemeinde eine eigene Schule mit eigenen Lehrer*innen. Anders als vor 1994 gehen heute die meisten Mädchen* der zapatistischen Gemeinden zur Schule.
Dies sind nur zwei von vielen Kämpfen, die zeigen, dass und wie sich Frauen* organiseren. Frauen*kämpfe existieren auf der ganzen Welt. Diese Kämpfe sind unterschiedlich, je nachdem, welchen Strukturen und Lebenssituationen Frauen* gegenüberstehen. Die Kämpfe unterscheiden sich in ihrer Geschichte, in ihren Zielen und ihrer Praxis. Je nachdem, an welchen Orten sie entstehen, entwickeln sie sich pazifistisch oder militant, an Gerichten oder auf der Straße. Solidarität mit allen emanzipatorischen Kämpfen weltweit! Tauscht euch aus und lernt voneinander! Für einen gemeinsamen Kampf gegen das Patriachat! 

Frauen*kampftag ist jeden Tag!

Am 8. März werden wir gemeinsam auf die Straße gehen, doch an anderen Tagen werden wir nicht schweigen.
Feminismus ist keine Ein-Punkt-Bewegung und steht für uns im untrennbaren Zusammenhang mit Kapitalismus- und Staatskritik sowie eine Absage an das Patriarchat und andere hierarchischen Strukturen.
Nur Auf dieser Basis kann eine befreite Gesellschaft aufgebaut werden.
Lasst uns mit allen emanzipatorischen Kämpfen solidarisch sein, voneinander lernen und Erfahrungen austauschen. Für einen gemeinsamen Kampf gegen das Patriachat!
 
Raus zum 8. März 2015 in Leipzig
Für eine revolutionär-feministische Perspektive!
Frauen*/Männer*: Wir haben diese Bezeichnungen mit einem Sternchen markiert. Damit möchten wir alle einschließen, die sich nicht in die gesellschaftliche Kategorie der Zweigeschlechtlichkeit einordnen lassen (wollen).
weiß*/Schwarz*: Der Begiff “weiß” (klein und kursiv geschrieben) haben wir verwendet um die scheinbare Normalität sichtbar zu machen, in der zu Mindest in einer eurozentristischen Sicht davon augegangen wird, das eine Person weiß ist, wenn nichts anderes erwähnt wird.
Der Begriff “Schwarz” (groß geschrieben) ist ein politischer, selbstgewählter Begriff der Personen die sich so miteinander solidarisieren. Es geht um eine dabei um die politische und nicht die biologische Identität.
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Antisexismus Wed, 04 Mar 2015 14:35:52 +0000
Lasst uns für ein besseres Leben aller Frauen kämpfen! https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1877.html https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1877.html Veranstaltungsort: Stuttgart /
Kategorie: Antisexismus
Datum: 08.03.2015
Zeit: 15:00 Uhr
Beschreibung:
 Lasst uns für ein besseres Leben aller Frauen kämpfen!
8.März 2015 | 15 Uhr | Schlossplatz (Stuttgart)
Checkt frauengruppestgt.blogsport.de

Flüchtlingsfrauen – Getrieben von Hoffnung, gelandet in Isolation…
Lasst uns für ein besseres Leben aller Frauen kämpfen!

Oft hat man hier vor Ort das Gefühl, dass die meisten Flüchtlinge männlich sind. Statistiken beweisen jedoch das Gegenteil: Etwa 80% der Fliehenden weltweit sind Frauen und Kinder. In Deutschland sind jedoch nur 30% der Flüchtlinge Frauen. Wie kommt es zu solch einem Missverhältnis? Welche Geschichten treiben die Frauen hierher und was erleben sie, wenn sie hier sind?

Aus ihren Heimatländern…
fliehen Frauen meist, weil sie sich mit sexualisierter Gewalt, Zwangsheirat und drohender Genitalverstümmelung konfrontiert sehen. Sexualisierte Gewalt ist weltweit die häufigste Unterdrückungsform gegen Frauen, da in patriarchalen Verhältnissen Frauen auf das Eigentum eines Mannes reduziert werden. Gewalt ist daher die gängigste Form für Männer zu zeigen, dass sie mit einer Frau machen können, was sie wollen. Die Motivation dahinter kann unterschiedlichster Couleur sein. So erfahren Frauen oft genug sexuelle Belästigungen oder Vergewaltigungen innerhalb ihres privaten Umfelds oder von Fremden. In Krisengebieten kann das Vergewaltigen von Frauen jedoch auch gezielte Kriegsstrategie sein. Das aktuellste Beispiel hierfür ist der Terror des „Islamischen Staats“ (IS), der seinen expansiven Angriffskrieg unter anderem finanziert, indem er Frauen als „Sexsklavinnen“ verkauft und im Zuge seiner Angriffe Frauen massenhaft vergewaltigt. Ziele sind neben der eigenen Machtbestätigung die Demoralisierung derjenigen, die sich ihnen unterwerfen sollen.
Die Methodik der Zwangsheirat ist nicht nur, wie hier immer vorgegaukelt wird, im arabischen Raum üblich, sondern reicht bis nach Asien und über ganz Afrika hinweg. Egal ob aus wirtschaftlichen oder machtorientierten Gründen stellt sich diese Tradition gegen jegliche Selbstbestimmung der Frau.
Die meist aus Tradition begangene weibliche Genitalverstümmelung wird bis heute vor allem im westlichen und nordöstlichen Afrika, aber auch im Jemen, Irak, Indonesien und Malaysia praktiziert. Meistens vollzieht sich dieses Verbrechen in der Pubertät der Frauen und führt neben psychischen und physischen Schäden nicht selten bis zum Tod.
Diese Gründe können nur grob die Geschichten der einzelnen Frauen skizzieren. Je nach ihrem sozialen Umfeld oder auch politischen Verfolgungsgründen, fliehen sie allein, mit ihren Kindern oder der ganzen Familie. Das zeigt, dass sie nicht nur bloße Anhängsel des staatlich verfolgten Mannes sind, wie es hier oft dargestellt wird. Es sind meist nur die Frauen, die mit der Familie oder einem Mann fliehen, die es bis hierher schaffen. Der Rest bleibt schlicht und ergreifend auf der Strecke.

…auf einer langen Reise…
werden sie meist erneut mit sexualisierter Gewalt konfrontiert, werden an Grenzposten nicht ernstgenommen und haben oft mit Rückschlägen zu kämpfen, die für sie aufgrund ihres Geschlechts weniger überwindbar sind als für Männer. Viele leben daraufhin ewig in Flüchtlingslagern an Grenzen, auf der Straße, werden entführt oder sterben. Ihr Ziel vom besseren Leben ist praktisch für eine Mehrzahl von ihnen unerreichbar.
Besonders Frauen, die alleine oder nur mit ihren Kindern fliehen, sind schutzlos vor jeglicher Diskriminierung, Demütigung und (sexualisierter) Gewalt. Hier zeigt sich wie sich das männliche Gefühl der Dominanz über Frauen in Fluchtzusammenhängen verstärken kann. Die Täterspanne reicht vom Lageraufseher über männliche Flüchtlinge bis hin zu Polizisten, militärischem Personal, Mitarbeitern von internationalen Hilfsorganisationen und Regierungsangestellten. Weit verbreitet sind auch Banden, die sich in Lagern aufhalten und Frauen zur Prostitution zwingen, gegen ihren Willen verheiraten oder versklaven. Viele Frauen werden auch von vermeintlichen „Rettern“ hinter das Licht geführt, indem diese ihnen vermitteln, dass sie ihnen helfen werden, wenn sie sich ihnen nur anschließen; andere werden entführt.
Möglichkeiten, wie die allseits bekannte und gefährliche Flucht über das Mittelmeer auf völlig überfüllten Schiffen, stehen ihnen aufgrund ihres Geschlechts nur selten zur Verfügung. Sie haben meist zu wenig Kontakte zu Gruppen, die eine solche Flucht organisieren, zu wenig Geld oder werden nicht mitgenommen, da sie von den Organisatoren nicht ernst genommen werden. Wenn sie trotzdem auf ein solches Schiff gelangen, sind sie meistens mit einem Mann unterwegs oder sind allein unter Männern wiederum sexualisierter Diskriminierung, Belästigung oder Gewalt ausgesetzt.

…in Deutschland angekommen?
Leider nicht. Die wenigen Frauen, die all das durchgestanden haben und hierher gelangten, werden nicht nur von rassistischen Asylgesetzen und rechter Hetze empfangen, sondern haben zudem mit dem was sie erlebt haben zu kämpfen. Sie haben keine Möglichkeit zur Ruhe zu kommen und den Traum vom „besseren Leben“ umsetzen zu können.
Das vorrangige Problem, was sich ihnen stellt, ist das der Anerkennung ihrer Fluchtursachen. Zu schwammig sind die Gesetze formuliert, die auf geschlechtsspezifische Fluchtgründe eingehen. Da meist ein politischer oder sozialer Verfolgungshintergrund vorhanden sein muss, um ein Aufenthaltsrecht zu erhalten, werden die Fluchtursachen von Frauen meist nicht als asylrelevant eingestuft. Dies liegt der Tatsache zu Grunde, dass sexualisierte Gewalt teilweise durch Staaten totgeschwiegen oder akzeptiert wird. Oft argumentieren auch Behörden damit, dass das jeweilige Herkunftsland der Frauen für ihren Schutz zuständig ist.
Darüber hinaus ist die Art und Weise des Verfahrens mehr als nur unzureichend, um die persönlichen Geschichten der Frauen fassen zu können. Angefangen bei der Ignoranz der Wirkung von solch traumatisierenden Erlebnissen, geschlechtergemischten Teams, denen die Frauen sich öffnen sollen bis zu den mangelnden sprachlichen Fähigkeiten, alles formulieren und ausdrücken zu können (DolmetscherInnen sind meist nur in geringer Anzahl oder gar nicht verfügbar).
In diesem umfangreichen und ermüdenden Prozedere, noch ewig geschlaucht von der Flucht, verharren Frauen dann in Flüchtlingsunterkünften, deren Bedingungen besonders für sie menschenunwürdig sind.
Oft genug sind Duschen und Toiletten nicht nach Geschlechtern getrennt und häufig sogar nicht abschließbar. Flüchtlingsfrauen berichten daher von männlichen Zuschauern beim Duschen und weiteren sexualisierten Belästigungen. Die Gemeinschaftsräume und Küchen sind meistens männlich dominiert, da die Mehrzahl der Flüchtlinge in solchen Unterkünften Männer sind, sodass sie sich dort oft nicht hinein trauen. Deswegen verbringen Frauen ihre Zeit meist ununterbrochen auf ihren überbelegten Zimmern, die oft nicht verschlossen werden können, d.h. sie können sich selbst dort nicht sicher vor Übergriffen oder Ähnlichem fühlen. Einige Frauen werden sogar von Mitarbeitern der Unterkünfte belästigt. Die wenigen Bildungsangebote wie „Deutschkurse“ können sie ebenfalls nur selten wahrnehmen, da sie für ihre Kinder sorgen müssen und es nur selten Betreuungsangebote für diese gibt. Privatsphäre, Ruhe oder vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten sind Fremdwörter für sie. Sie sind hierher gekommen, um dem zu entrinnen was sie erlebt haben, doch anstatt dies verarbeiten zu können, finden sie sich in regelrechter Isolation wieder. Was ein zumindest vorübergehendes „Zuhause“ werden sollte, kann man daher vielmehr mit einem Leben im Knast vergleichen. Zusammenschlüsse von Flüchtlingen, die sich selbst organisieren, um ihre Lage zu verbessern, sprechen daher nicht von „Unterkünften“, sondern von „Lagern“, in denen sie leben.

Kampf der weltweiten Unterdrückung von Frauen!
Diese besonderen Umstände, denen Flüchtlingsfrauen ausgesetzt sind, müssen im Kontext mit unserem kapitalistischen und damit einhergehend patriarchalen System gesehen werden.
Die patriarchalen Strukturen unserer Gesellschaft sind die Ursachen dafür, dass Frauen international benachteiligte Möglichkeiten haben, sich zu entfalten und ihr Leben selbst zu bestimmen. Sie sind überall verschiedensten Unterdrückungs- und Ausbeutungsformen ausgesetzt. Egal ob es die schlechteren Karten im Beruf und die Belastung der Hauptverantwortlichkeit für Haushalt und Kinder sind. Egal ob psychische, physische oder ökonomische Gewalt oder Machtdemonstrationen von Männern gegenüber Frauen. Egal ob Zwangsheirat, Genitalverstümmelung oder sexualisierte Gewalt. Frauen sind all dem ausgesetzt und viele versuchen davor zu fliehen. Diejenigen, die hier vor Ort ankommen, begegnen nicht nur rassistischen Ressentiments, welche alle Flüchtlinge betrifft, sondern erfahren darüber hinaus erneuten Sexismus und damit verbundene Problematiken.
Diese Muster müssen durchbrochen werden! Hierfür gilt es, nicht nur die Bedingungen hier vor Ort zu verbessern und den Rassismus zurückzudrängen, das System, das die Ursachen für die Fluchtgründe und die Bedingungen vor Ort setzt, muss angegangen werden. Der Kapitalismus beherbergt das Patriarchat als Mechanismus, um mehr Profit zu erlangen, Frauen werden nicht als Menschen, als Subjekte, sondern als Objekte gesehen. Solange dies der Fall ist, wird die vollkommene Befreiung der Frau nichts weiter als ein Ideal bleiben. Um diese in die Realität umsetzen zu können, dürfen wir uns weder von Phrasen aus Medien und Politik, noch von Scheinerfolgen blenden lassen, vielmehr müssen wir alle Menschen über die Unterdrückungsmechanismen und ihre Überwindung aufklären.

Gemeinsam müssen wir, Männer und Frauen, gegen den Kapitalismus und der damit einhergehenden Unterdrückung und Ausbeutung der Frau kämpfen!
Die Befreiung der Frau weltweit ermöglichen!

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Antisexismus Wed, 04 Mar 2015 14:24:21 +0000
Frauen*Demonstration – MY BODY IS NOT YOUR BATTLEGROUND! https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1878.html https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1878.html Veranstaltungsort: Austria - Salzburg /
Kategorie: Antisexismus
Datum: 08.03.2015
Zeit: 17:00 Uhr
Beschreibung:
Frauen*Demonstration – MY BODY IS NOT YOUR BATTLEGROUND!
8.März 2015 | 17 Uhr | Antifaschistisches Mahnmal, Bahnhof Salzburg
Checkt die Facebook Veranstaltung

„Mein Körper ist nicht euer Schlachtfeld“ – dieser Slogan bezieht sich plakativ auf sämtliche Einschränkungen die Frauen* auch heute noch erleben:

Darauf, dass wir inzwischen damit leben gelernt haben, nachts, alleine mit gemischten Gefühlen, darunter auch Angst, nach Hause zu gehen. Denn als Frau* wird nun mal nicht alleine im Dunkeln nach Hause gegangen, und wenn doch, so muss sich frau dafür rechtfertigen. Wir lernen in Selbstverteidigungskursen wie wir uns verhalten sollen, und welches Verhalten am wenigsten provoziert, reizt und zu Übergriffen führt. Selbstschutz ist wichtig, aber wo sind jene Fortbildungen, die Männer und Burschen aber auch Menschen im Allgemeinen beibringen, sich nicht zu nehmen, was sie glauben, dass ihnen zustünde?

Darauf, dass Frauen* immer noch mehr als ein Drittel weniger verdienen als Männer, doppelt so oft von Armut betroffen sind und es keine Gesetze gibt, die diesem Ungleichgewicht entgegen wirken.

Darauf, dass Frauen* nicht zugestanden wird selbstbewusst und mündig eigene Entscheidungen über ihren Körper und ihre Gesundheit zu treffen. Weibliche Körper werden nach wie vor von staatlicher Seite reglementiert und legitimiert: So ist der Schwangerschaftsabbruch nach wie vor im Strafgesetzbuch zu finden. Frauen* wird somit nicht zugetraut, mündig und selbstbewusst Entscheidungen betreffend ihrer Zukunft, ihres Lebens und ihrer Körper zu treffen.

Darauf, dass nach wie vor jede dritte Frau* in ihrem Leben Gewalt erlebt, zumeist in der Familie, im Bekanntenkreis oder in der eigenen Partnerschaft.

Letztendlich wollen wir darauf aufmerksam machen, dass der Weltfrauen*tag dafür steht, dass das Recht der Frauen* auf ein selbstbestimmtes, würdevolles und gleichberechtigtes Leben, frei von Gewalt und Diskriminierung eingefordert wird.

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Antisexismus Wed, 04 Mar 2015 14:27:45 +0000
Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg! Nazis stoppen! https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1825.html https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1825.html Veranstaltungsort: Kaiserslautern /
Kategorie: Antifa
Datum: 14.03.2015
Zeit: 17:00 Uhr
Beschreibung:
Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg! Nazis stoppen! 
14.März 2015 | Kaiserslautern
Checkt antifajugendkl.blogsport.de

Für Samstag, den 14. März 2015, kündigt der NPD-Landesverband Rheinland-Pfalz eine Demonstration unter dem Motto „Für Freiheit, Frieden und Souveränität!“ in Kaiserslautern an. Dies war auch das Motto der Bundespartei anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens (28.11.2014). Die Demonstration steht ganz offensichtlich in diesem Zusammenhang. Beginnen soll sie um 12.00 Uhr am Hauptbahnhof.

Am selben Tag findet traditionell der „Trauermarsch“ anlässlich der Bombardierung von Zweibrücken vor 70 Jahren am 14. März 1945 statt, organisiert von der Nazi-Kameradschaft „Nationaler Widerstand Zweibrücken“. Dies sorgte in lokalen Nazikreisen bereits für Verstimmung. So beschwerte sich Manuel Klein, der für die NPD im Kreistag Südwestpfalz sitzt, bei Markus Walter (NPD-Landesvorsitzender und Mitglied des Pirmasenser Stadtrates), über die Terminlegung. Eine Verlegung der Demonstration ist daher nicht auszuschließen.

Seit dem 1. Mai 2014 versucht die NPD nach ihrem Einzug mit Melanie Schlinck am 25. Mai 2014 in den Stadtrat von Kaiserslautern sich in der Stadt zu verankern. Dort hetzen sie gegen Geflüchtete und spielen sich als Vertreter der „besorgten Bürger“ auf. Da in Kaiserslautern und der gesamten Westpfalz eine starke Präsenz des US-Militärs vorhanden ist, versuchen die Nazis nun auch die Themen der Friedensbewegung zu übernehmen und diese völkisch zu vereinnahmen.

Faschismus heißt Krieg und Barbarei, deshalb kann unsere Antwort nur lauten: Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg! 14. März – Nazis stoppen!

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Antifa Tue, 23 Dec 2014 11:30:03 +0000
Kein Platz für Rechte Hetze – „Studienzentrum Weikersheim“ die Veranstaltung vermiesen https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1882.html https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1882.html Veranstaltungsort: Stuttgart /
Kategorie: Antirassismus
Datum: 14.03.2015
Zeit: 13:30 Uhr
Beschreibung:
Kein Platz für Rechte Hetze – „Studienzentrum Weikersheim“ die Veranstaltung vermiesen
14.März 2015 | 13:30 Uhr | Willy-Reichert-Staffel (Stuttgart)
Checkt aabstgt.wordpress.com

Das Christlich-fundamentalistische rechtskonservative „Studienzentrum Weikersheim“ will am 14. März 2015 im Rahmen seines Frühjahrskongress
in den Räumlichkeiten des Württembergischen Automobilclub einen Vortrag mit anschließender Diskussionsrunde abhalten. Dabei soll es um das Motto „PEGIDA und die veröffentlichte Meinung“ gehen. Referent ist der für das im rechten Kopp-Verlag erschienene Buch „Gekaufte Journalisten“ bekannte Journalist Dr. Udo Ulfkotte.

Das „Studienzentrum Weikersheim“ wurde 1979 unter anderem vom ehmaligen baden-württemberigischen Ministerpräsidenten Hans Filbinger
gegründet. Es versteht sich selbst als konservativ-christliche Denkfabrik. Bei genauerem Hinsehen muss man jedoch feststellen, dass es sich hierbei um eine rechte Vereinigung mit scheinbar intelektuellem Anstrich handelt.

Demenstsprechend laut und verständlich ist auch die Kritik am „Studienzentrum Weikersheim“. So forderten jüdische Verbände wegen seiner geschichtsrelativierenden Aussagen bereits mehrfach die Schliessung des Zentrums, insbesondere nach der umstrittenen Trauerrede Günther
Oettingers nach dem Tod von Hans Filbinger, deren entscheidene Passage über die NS-Verstrickungen Filbingers teilweise wörtlich von der Webseite des Studienzentrums übernommen wurden.

Ihr Ziel ist eine monokulturelle Gesellschaft ohne Zuwanderung. Es werden bewusst Ängste geschürt und von einer scheinbaren „Multiminoritätskultur“ gesprochen. Dabei wird völlig außer Acht gelassen oder ausgeblendet, dass es insbesondere unter den Zugewanderten
eine breite Mehrheit gibt, die für Freiheit, Achtung des Individuums unabhängig von seiner Herkunft, Rasse, Religion stehen.

Ebenso konservativ wie menschenverachtend ist das Familienbild. Die traditionelle Familie soll gefördert werden, alles andere wie beispielsweise homosexuelle Beziehungen passen nicht ins Weltbild.

Im bereits erwähnten Buch „Gekaufte Journalisten“ des Referenten Udo Ulfkotte rechnet der rechte Autor mit der deutschen Medienlandschaft und den Journalisten ab, behauptet sie seien gekauft und ferngesteuert.

In seinen anderen Verschwörungstheorien versucht er mittels rassistischer pseudowissentschaftlicher Analysen Angst vor einer scheinbar schleichenden Islamisierung Europas zu schüren. Er bezeichnet dabei zum Beispiel den Islam als einen „bösartigen Virus“.

Schließlich ist sowohl das selbsternannte „Studienzentrum“ rechtspopulistisch wie auch der Referent selbst. Sie sind zwei von vielen Akteuren eines immer weiter voranschreitenden Rechtsrucks in der BRD.

Lasst uns daher am 14. März auf die Straße gehen und den Rechtpopulisten zeigen dass ihre Rassistische Hetze werder in Stuttgart noch  anderswo erwünscht ist, geschweigeden akzeptiert wird. Dies zeigen wir am besten indem wir durch vielfältigen und lautstarken Protest versuchen die Veranstaltung so unerträglich wie möglich zu machen!

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Antirassismus Wed, 04 Mar 2015 14:46:21 +0000
Aufmarsch von Nazis und Hooligans verhindern! https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1863.html https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1863.html Veranstaltungsort: Erfurt /
Kategorie: Antifa
Datum: 15.03.2015
Zeit: 13:30 Uhr
Beschreibung:
Platzverweis für rechte Hooligans – Rote Karte für Rassismus und Nationalismus!
15.März 2015 | Erfurt
Checkt platzverweis.noblogs.org

Am 15. März wollen rechte Hooligans und Neonazis aus der gesamten Bundesrepublik in Erfurt aufmarschieren, angemeldet sind 1.000 Teilnehmer_innen. Ihr Motto „Gemeinsam gegen Salafisten” ist nur vorgeschoben, letztlich wollen sie rassistische und rechte Parolen auf die Straße tragen. Anmelder ist der Verein „Gemeinsam-Stark Deutschland” mit Sitz in Nürnberg, eine Abspaltung der „Hooligans gegen Salafisten” (HogeSa), die im Oktober 2014 in Köln einen Aufmarsch mit Gewaltattacken initiiert hatten. Für seine inhaltliche Ausrichtung wirbt der Anfang des Jahres gegründete Verein mit dem von Neonaziaufmärschen bekannten Slogan „Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen”. In seiner Selbstdarstellung hetzt der Verein gegen politisch Andersdenkende und bezeichnet die Bundesrepublik als „Außenstelle der alliierten Siegermächte”. Die Verstrickung in das extrem rechte Milieu beweist auch die Nähe des überwiegend aus Norddeutschland stammenden Vorstandes zur rechten Hooligan-Gruppe „Standarte Bremen” und zur Band „Kategorie C”.

 Die Rechtsrock-Formation, die bei dem militanten Aufmarsch in Köln den Anheizer gab, war bereits für einen Auftritt in der Neonazi-Kneipe „Kammwegklause” zu Gast in Erfurt, örtliche Neonazis hatten wiederum an den HogeSa-Aufmärschen in Köln und Hannover teilgenommen. Ohnehin ist in Erfurt seit Jahren eine tiefe Verbindung der Neonazis mit Teilen der Hooligan-Szene zu beobachten, die dem geplanten Aufmarsch den Boden bereitet. Die dort propagierte Ausgrenzung, den Rassismus und Nationalismus dulden wir nicht und zählen auf die Erfahrungen der letzten Jahre. Sie haben gezeigt, dass es in Erfurt möglich ist, extrem rechten Aktionen gemeinsam und entschlossen praktischen Widerstand entgegenzusetzen und sie erfolgreich zu blockieren.

Wir werden sie stoppen! Gemeinsam!

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Antifa Wed, 11 Feb 2015 11:30:25 +0000
NPD-Demo blockieren! https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1871.html https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1871.html Veranstaltungsort: Würzburg /
Kategorie: Antifa
Datum: 15.03.2015
Zeit: 13:30 Uhr
Beschreibung:
NPD-Demo blockieren!
15.März 2015 | Würzburg
Checkt wue-nazifrei.org

Würzburg… es nimmt kein Ende.

Jeden Montag dasselbe Trauerspiel. Vereint unter dem unseligen Label „Wügida“ tragen Identitäre, Burschenschafter und andere rassistische Bürger_innen ihren Wahn auf die Straße und hetzen in unendlich primitiver Art und Weise gegen Ausländer, Medien und Linke.

Doch Pegidazis, Woche für Woche, sind offensichtlich noch nicht genug. Nun haben sich auch noch NPD und Kameradschaft Unterfranken für einen sogenannten Trauermarsch am 15. März angekündigt. Möglicherweise sind sie es leid, unter den rassistischen Wutbürger_innen, zu denen sie sich Montag für Montag gesellen, unterzugehen und möchten nun wieder einmal ein eigenes Zeichen für Menschenverachtung und Wahn setzen.

Aufhänger bietet ihnen dafür der 70. Jahrestag der Bombardierung Würzburgs. Das Konzept und die ideologische Unterfütterung ihres faschistischen Events haben sie dabei nahezu vollständig von ihren Dresdner Kameraden kopiert, welche über Jahre hinweg den größten Naziaufmarsch Europas organisiert haben. Inszeniert wird sich in grotesker Umkehrung der historischen Tatsachen als Opfer der Geschichte.

Die fanatischen deutschen Massen, welche Hitler an die Macht gebracht haben und bis zum Schluss dessen willige Vollstrecker geblieben sind, seien die eigentlichen Opfer des Krieges gewesen. Sie seien dem unmenschlichen alliierten Bombenterror, wahlweise auch Bombenholocaust, zum Opfer gefallen.

Die Neonazis stellen dabei jedoch lediglich die Speerspitze eines revisionistischen Diskurses dar, der seit Jahren versucht, die deutsche Kriegsschuld und das singuläre Menschheitsverbrechen Auschwitz zu relativieren und umzudeuten.

Spätestens seit der von Helmut Kohl beschworenen geistig-moralischen Wende 1982 kann von dem Versuch gesprochen werden, ein konservatives, nationalverträgliches Geschichtsbild zu implementieren, das „die Deutschen“ mit ihrer Geschichte versöhnen und endlich einen Schlussstrich unter die leidige NS-Vergangenheit ziehen möchte.

Das ideologische Rüstzeug für diesen rechten Erinnerungskulturkampf lieferte einige Jahre später, wie kein anderer, Ernst Nolte im sogenannten Historikerstreit. Nahezu alle Lügen und Relativierungen, auf die sich Revisionisten, Revanchisten und offene Faschisten heute beziehen, um ihre Propaganda salonfähig zu machen, finden sich exemplarisch bei Nolte wieder.

Als überzeugtem Revisionisten ging es Ernst Nolte in erster Linie darum, den Nationalsozialismus als eine Diktatur unter vielen zu verharmlosen. Damit einhergehen musste zwangsläufig eine Relativierung nationalsozialistischer Verbrechen, die er als bloße Reaktion auf dessen Gegner verstanden wissen wollte. So verharmloste er den Holocaust als „überschießende Reaktion“ auf die Russische Oktoberrevolution und das Gulagsystem. Auch rechtfertigte er die seit Kriegsbeginn einsetzende Internierung der Jüd_innen in Konzentrationslager als legitime Kriegsmaßnahme, da jüdische Verbände mit einem Boykott deutscher Waren ab 1933 Deutschland de facto den Krieg erklärt hätten und Jüd_innen somit als Kriegsgefangene behandelt werden müssten. Wie die fränkischen Nazis ging auch Nolte von einem Vernichtungskrieg der Alliierten gegen die „unschuldige“ deutsche Zivilbevölkerung aus, die den Krieg und die Nazis so ja nie gewollt hätten.

Eine solche ideologische Sicht der Ereignisse spricht den realen Verhältnissen nicht nur Hohn, sie spuckt ihnen geradezu ins Gesicht.

Den Nationalsozialismus zeichnete ein extremer völkischer Antisemitismus aus, was ihn auch von anderen faschistischen Bewegungen, etwa in Spanien oder Italien, unterschied. Auch war die Eroberung von sogenanntem Lebensraum im Osten von Beginn an ein zentraler Kernpunkt nationalsozialistischer Bestrebungen. Die Deutschen brachten die Nazis nicht trotz, sondern gerade WEGEN dieser zwei zentralen Kernelemente an die Macht und unterstützen Hitler fanatisch, solange er siegreich blieb. Nach Stalingrad und den steigenden Gebietsverlusten sank der Rückhalt für die Nazis in der deutschen Bevölkerung zwar etwas. Nicht jedoch, weil man diese plötzlich ablehnte. Es war vielmehr die Sorge deutscher Täter_innen, für ihre millionenfach verübten Verbrechen im Falle einer Niederlage bestraft werden zu können.

Nolte hat sich mittlerweile auch durch Aussagen wie Israel laufe Gefahr, „der einzige Staat nach dem Herzen Hitlers zu werden“ ins gesellschaftliche Abseits manövriert. Seine Ideen sind jedoch nach wie vor virulent und finden vielfältige Rezeption und Verbreitung.

Popkulturelle Ausdrücke solcher reaktionären Diskurse finden sich in etwas abgeschwächter Form indes auch zuhauf im deutschen Fernsehen.

Bei patriotischen Dramen wie „Dresden“ oder „Unsere Mütter, unsere Väter“ geht es nicht um eine explizite Relativierung des Holocausts im Sinne Noltes. Jedoch findet bei beiden eine gefährliche Viktimisierung der deutschen Bevölkerung und letztlich eine (gar nicht mal so verhohlene) Täter- Opfer-Umkehrung statt.

Der Tenor ist bei beiden Schmonzetten identisch: die guten, jungen Deutschen, sie wollten doch nur ganz normal leben, doch dann kam erst Hitler über sie und dann die Alliierten mit ihren Bomben. Dabei hatten sie doch all das nie gewollt.

So suhlt man sich wohlig in pathetischem Selbstmitleid, zelebriert den deutschen Opfermythos und bereitet letztlich den Nazis den Boden für ihre revisionistischen Gedenkmärsche.

Deshalb gilt:

Mit deutschen Traditionen brechen! Opfermythen angreifen! Nazis am 15. März blockieren!

 

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Antifa Wed, 25 Feb 2015 17:27:25 +0000
EZB Eröffnung verhindern! https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1827.html https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1827.html Veranstaltungsort: Frankfurt am Main / Frankfurt am Main
Kategorie: Antikapitalistisch
Datum: 18.03.2015
Zeit: 13:30 Uhr
Beschreibung:
EZB Eröffnung verhindern!
18.März 2015 | Frankfurt
Checkt blockupy.org

100 Tage bis zur EZB-Eröffnung - eine 1. Mittteilung der Interventionistischen Linken

Das Utopische besteht heute darin, dass das System mit ein paar kosmetischen Veränderungen auf ewig so weitergehen könnte. Die aktuelle Krise ist längst keine lokale Krise mehr – sie ist im eigentlichen Sinne des Wortes global. Sie ist ein Ende ohne Ende, eine unbestimmte und auf Dauer gestellte Zumutung. Jenseits des Versuchs, sich individuell möglichst gut mit den Verhältnissen zu arrangieren und sei es durch rassistisch aufgeladene Entsolidarisierung, gibt es innerhalb des Systems kein glaubhaftes Versprechen eines Auswegs oder einer Lösung mehr. Die Krise wird so zum permanenten Ausnahmezustand und die hierzulande allgegenwärtige Gefügigkeit resultiert nicht zuletzt aus dieser Aussichtslosigkeit.

Diese neue europäische Ökonomie ist auch eine Krise der bürgerlichen Demokratie und damit unserer Alltags- und Lebenswelt. Die Warenwirtschaft wird immer autoritärer, das Unheil militarisiert und die Große Vaterländische Koalition in Berlin beendet mit der aktuellen Bankenunion das Kleinstaatengerümpel auf den europäischen Finanzmärkten. Die EZB wird spätestens damit zu einem „Ausschuss“, der die „gemeinschaftlichen Geschäfte“ der europäischen Bourgeoisie verwaltet, mithin zu einem Teil der „modernen Staatsgewalt“ (Marx), der aber keiner demokratischen Kontrolle mehr unterliegt. Die dominante Politik ist der imperiale Krisendienst, um neue Verwerfungen zu regulieren und bestehende Widerstände einzuhegen.

Das System in seinen unterschiedlichen Sphären der Macht und seiner Organisation ist mehr als nur Regierung, Banken oder Militär. Es ist alles zusammen und keines für sich. Zugleich fällt es überall auseinander, auch und vor allem, weil es nicht mehr über ein wirklich hegemoniefähiges Projekt verfügt, welches auf die Zustimmung vieler setzt. Wir wissen aus der Geschichte, dass Krisen des Kapitalismus die Tür öffnen für faschistische Kräfte und offen autoritäre Herrschaftsformen. Wenn sich aber hinter jedem Faschismus eine gescheiterte Revolution verbirgt (Benjamin), dann sollten die in der Krise liegenden Chancen zur Überwindung des Systems jetzt aufgespürt und nicht ungenutzt gelassen werden.

Die Macht wird zunehmend zum undurchdringlichen politisch-ökonomisch-medialen Komplex, frei von demokratischer Kontrolle und jeder echten Partizipation. Sie hat nicht nur ein Zentrum, sondern macht alle, die sich zur ihr in Beziehung setzen (müssen), also ungewollt auch uns, zu Beteiligten und Kompliz_innen. Gleichwohl gibt es Knotenpunkte, an denen sich die Macht symbolisch und real verdichtet – einer dieser Knotenpunkte ist die EZB.

Die Macht redet nicht, sie grinst uns letztlich immer nur an. Wenn das nicht reicht, was zum Glück immer auch der Fall ist, dann schlägt sie zu. Die Macht, das ist unser Punkt, funktioniert auf stabil erscheinendem, letztlich aber dünnem Eis. Deshalb öffnet sich der einzige Weg, heute realistisch zu sein, dort, wo wir ins Auge fassen, was in den Koordinaten des Systems schlichtweg unmöglich scheinen muss: dass das Eis brechen kann, vielleicht schon morgen, und sei es erst nur für einen Moment. Der 18. März könnte ein solcher Moment werden. Die Idee ist ganz einfach, sie knüpft an die niemals zu beseitigende Macht des Streiks an – das Wort Streik in einem auf die Stadt erweiterten sozialen Sinn genommen. Es ist möglich, die Räder still zu stellen. Gesprengt werden kann der Käfig des grauen Alltags, sein Takt, seine Routine. Wir wissen das nicht nur aus der Blockupy-Geschichte: auch andere haben in jüngster Zeit an die lange Geschichte des Streiks angeknüpft, viele sind dabei, den Streik als sozialen und städtischen Streik zu erinnern.

Der 18. März 1871 war der Beginn des Aufstands der Pariser Kommune. So wie hunderttausende andere anderswo erinnert haben, was möglich wird, wenn man sich auf den Plätzen inmitten der Stadt versammelt, werden auch wir nach Möglichkeiten suchen. Es sind dies ganz alte und ganz neue Erfahrungen zugleich. Nehmen wir uns die Zeit, sie neu zu erproben. Verhindern wir die Eröffnung der EZB durch Unterbrechung des Betriebs und der Betriebsamkeit der Stadt. Am 18. März 2015, einem Mittwoch und natürlich nur erst für diesen Mittwoch. Wir alle zusammen. Die Möglichkeit liegt jetzt vor. Die Zeit der Vorbereitung hat schon begonnen.


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Antikapitalistisch Tue, 23 Dec 2014 11:42:08 +0000
Naziaufmarsch verhindern! https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1808.html https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1808.html Veranstaltungsort: Hildesheim / Hildesheim
Kategorie: Antifa
Datum: 21.03.2015
Zeit: 13:30 Uhr
Beschreibung:
Naziaufmarsch verhindern!
21.März 2015 | Hildesheim
Checkt nonazishildesheim.blogsport.de

Am 21. März 2015 wollen Faschist*innen der Partei „Die Rechte“ in Hildesheim unter dem Motto „gegen Überfremdung“ marschieren und ihre menschenverachtende Propaganda unter die Leute bringen. Wir, die Linke Initiative Hildesheim, ein Zusammenschluss antifaschistischer Aktivist*innen, rufen alle Menschen dazu auf, sich an den vielfältigen und kreativen Aktionen gegen den Naziaufmarsch zu beteiligen oder selbst aktiv zu werden. Wir zeigen uns solidarisch mit allen, die das Ziel haben, den Naziaufmarsch zu verhindern!

Hildesheim hat eine lange Geschichte rechter Strukturen und Aufmärsche. Zum einen fällt das Umfeld des Tattoostudios „Last Resort“ immer wieder durch Angriffe auf Andersdenkende auf. Zum anderen wurde Hildesheim wiederholt Aufmarschort freier Kameradschaften, zuletzt am, von Nazis als „Tag der deutschen Zukunft“ bezeichneten, 5. Juni 2010 und am 13. Februar 2014, an dem Rechte mit einer Mahnwache der Bombardierung Dresdens gedenken wollten.
Aus dem Umfeld der „Freien Kameradschaften“ Hildesheim und Hannover versucht sich nun die Partei „Die Rechte“ in Hildesheim und Hannover zu etablieren. So hat sich am 8. November 2014 der Kreisverband Hannover-Hildesheim im niedersächsischen Algermissen gegründet. In Städten wie Dortmund und Hamm fungiert „Die Rechte“ als Sammelbecken für die z.T. verbotenen „Freien Kameradschaften“. Deshalb ist anzunehmen, dass sich in dem neu gegründeten Ortsverband die inzwischen verbotene Kameradschaft „Besseres Hannover“ und andere niedersächsische Kameradschaften organisieren.

Rechtsradikales Gedankengut wurde weder einfach herbeigezaubert, noch ist es einfach vom Himmel gefallen – es hat ganz konkrete Ursachen. Diese Ursachen sind auch heute noch vorhanden. Wenn wir diese erkennen, können wir sie auch bekämpfen und überwinden. Der Kapitalismus, welcher mit seiner unmenschlichen Verwertungslogik v.a. in wirtschaftlichen Krisenzeiten alles daran setzt, die herrschende „Ordnung“ aufrecht zu erhalten, ist als eine der Hauptursachen für den Faschismus anzusehen. Nicht ohne Grund lässt sich seit Beginn der Wirtschaftskrise der Aufstieg rechter Parteien in ganz Europa beobachten.

Wir brauchen keine Staaten, Volksgemeinschaften oder Führer! Wir setzen auf eine Perspektive abseits von Diskriminierung, Ausgrenzung und Ausbeutung. Wir als Linke Initiative Hildesheim stehen ein für eine Gesellschaft, die Faschismus gänzlich unmöglich macht!

Wir stellen uns am 21. März gemeinsam und entschlossen den Nazis entgegen! No Pasaran! Kein Fußbreit dem Faschismus!

 

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Antifa Fri, 12 Dec 2014 10:22:35 +0000
Raise your voice! Your body Your choice – Feministische Inhalte auf die Straße tragen! https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1872.html https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1872.html Veranstaltungsort: Münster /
Kategorie: Antisexismus
Datum: 21.03.2015
Zeit: 11:00 Uhr
Beschreibung:
Raise your voice! Your body Your choice – Feministische Inhalte auf die Straße tragen!
21.März 2015 | 11 Uhr | Windthorststraße (Münster)
Checkt gegen1000kreuze.blogsport.de

1000-Kreuze – Nicht schon wieder!

Auch im März 2015 werden wieder fundamentalistische Christ*innen1 mit weißen Holzkreuzen bewaffnet durch Münster ziehen, um betend, singend und schweigend ihre Verachtung gegenüber allem auszudrücken, was nicht ihren Normen entspricht. Der von „EuroProLife“ organisierte ‚Gebetszug‘ richtet sich in erster Linie gegen Schwangerschaftsabbrüche und damit gegen das Selbstbestimmungsrecht von schwangeren Personen. In der Kritik stehen aber unter anderem auch Verhütung, Sex vor der Ehe, Homosexualität und queere Geschlechtsidentitäten. Der Kampf um reproduktive Rechte dient als Kristallisationspunkt für eine umfassende konservative Kulturkritik an der Gesellschaft. Durch das Aufgreifen von Themen der Familienpolitik und Sexualmoral und das Schüren von Angst vor dem Aussterben des weißen2 ‚deutschen Volkes‘ werden außerdem konservative bis extrem rechte völkische Gesellschaftsbilder produziert und bedient.

Früher wie heute – neuer Anstrich, gleiche Scheiße!

Christlich-fundamentalistische Gebetszüge wie der „1000-Kreuze-Marsch“ in Münster oder der „Marsch für das Leben“ in Berlin dienen damit auch als Schnittstellen für verschiedene antiemanzipatorische Teilbereichsbewegungen, die sich in der letzten Zeit in Deutschland und anderen europäischen Ländern entwickelt haben und massiven Zuwachs erhalten. Seien es rassistisch-völkische Äußerungen von sogenannten „Bürgerrechtsbewegungen“ wie auf (PE)GIDA-Demos, offene rassistische Gewalt auf HOGESA-Aufmärschen, Hetze gegen sexuelle und geschlechtliche Vielfalt bei Kundgebungen der „Besorgten Eltern“ oder antifeministische und sexistische Argumentationen bei den „Maskulinisten“ – bei all diesen reaktionären Strömungen werden unter Berufung auf sogenannte ‚alte Werte‘ menschenverachtende Inhalte vertreten. Auch wenn die verschiedenen Strömungen nicht über einen Kamm geschoren werden können, soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, dass an ihnen allen organisierte rechte Strukturen (z.B. PI News, AfD, NPD) beteiligt sind.

Die Mechanismen, mit denen die verschiedenen Strömungen arbeiten, sind erstaunlich ähnlich: Die (rechts)konservativen Aktivist*innen verstehen sich als Opfer der von emanzipatorischen Bewegungen erstrittenen gesellschaftlichen Veränderungen. Sie sehen sich beispielsweise durch die „Homo-Ehe“, die teilweise Anerkennung von Trans*- und Inter*geschlechtlichkeit oder Frauenquoten bedroht. Weiter sehen sie sich bedroht durch geflüchtete Menschen, die angebliche ‚Einwanderung in das deutsche Sozialsystem‘ oder Angehörige nicht-christlicher Religionen.
Hinter dieser selbstgemachten Opferidentität steht nichts anderes als die Angst, der eigenen weißen, deutschen, hetero Privilegien beraubt zu werden. Dabei werden nicht nur gesellschaftliche Realitäten und Machtverhältnisse komplett ausgeblendet, sondern auch emanzipatorische Gesellschaftskritik umgedeutet und ins Bedrohliche verzerrt. So wird zum Beispiel aus der Forderung nach einer differenzierten Sexualaufklärung die Befürchtung abgeleitet, dass Kinder zu Homosexuellen erzogen werden sollen und hinter dem Wunsch nach einer geschlechtergerechten Erziehung wird – als Ergebnis der gezielten Förderung von Mädchen* – die vermeintliche Unterdrückung und Diskriminierung von Jungen* erkannt.

Die Grundlagen, auf denen die Bedrohungsszenarien der verschiedenen reaktionären und (rechts)konservativen Strömungen aufbauen, sind nicht neu. Gesellschaftliche Unterdrückungsverhältnisse wie Patriarchat, Rassismus, Homo- und Trans*feindlichkeit gab es schon vor und auch ohne „EuroProLife“, „Besorgte Eltern“, (PE)GIDA und Co. Neu ist aber, dass sich die sogenannten „Bürgerrechtsbewegungen“ explizit als Widerstands- oder Gegenbewegungen verstehen. Es geht dabei um mehr als die ‚Verteidigung des christlichen Abendlandes‘. Sie richten sich auch aktiv gegen eben diejenigen, die für die Überwindung von Patriarchat, Sexismus, Rassismus und anderen Diskriminierungsstrukturen kämpfen. Unter dem Motto ‚es muss jetzt endlich mal gesagt werden, dass…‘ werden Inhalte verbreitet und salonfähig gemacht, die bisher vor allem ausgewiesenen rechten und fundamentalistischen Gruppen zugeschrieben wurden. Nicht zuletzt auf Grund dieser Rhetorik des Tabubruches und der Selbstinszenierung als Stellvertreter*innen der schweigenden Mehrheit gelingt es den reaktionären Strömungen tausende Menschen auf die Straße zu bringen. Rassismus, Sexismus, Homo-, Trans*- und Inter*feindlichkeit, antimuslimischer Rassismus und andere antiemanzipatorische Positionen werden so zunehmend normalisiert. Die nicht nur von den bürgerlichen Parteien ausgesprochene Mahnung, dass die Ängste der Bevölkerung ernst genommen werden müssten, trägt zu dieser Normalisierung bei.

Auch wenn sich Strömungen wie (PE)GIDA, „Besorgte Eltern“ und „Lebensschützer“ bei ihren Aktivitäten auf verschiedene Politikfelder konzentrieren, eint sie, dass sie sich oder diejenigen, die sie vertreten wollen, als wehrlose Opfer sehen. Zum Beispiel glauben die „Lebensschützer“ für das sogenannte ‚ungeborene Leben‘ – gemeint sind befruchtete menschliche Eizellen und Föten in den ersten Schwangerschaftswochen – sprechen zu können und dessen vermeintliche Rechte verteidigen zu müssen. Das in der Realität ohnehin schwer umsetzbare und gesellschaftlich umkämpfte Recht eines jeden Menschen auf (reproduktive) Selbstbestimmung wird gegen das vermeintliche ‚Lebensrecht‘ der Föten ausgespielt. Menschen, die eine Schwangerschaft nicht austragen (wollen), werden als Mörder*innen bezeichnet und all diejenigen, die sich für das Recht auf Schwangerschaftsabbruch einsetzen, werden als Wegbereiter*innen einer „Kultur des Todes“ (EuroProLife) beschimpft. Dahinter steht die Auffassung, dass Sexualität nur natürlich sei, wenn sie der Reproduktion diene, also ‚gottgewollt‘ stattfinde, und dass der Lebenszweck von Frauen darin bestehe, Mutter zu werden. Andere Konzepte von Sexualität und Geschlecht werden abgewertet und verleugnet.

Die Aktivitäten von „EuroProLife“ und Co. sind nicht nur auf einer abstrakten politischen Ebene antiemanzipatorisch, sondern haben auch ganz konkrete Auswirkungen. So betreiben die selbsternannten „Lebensschützer“ eigene ‚Beratungsstellen‘ und Internetauftritte, deren einziges Ziel es ist ungewollt Schwangere moralisch unter Druck zu setzen, vor vermeintlich traumatischen Folgen eines Abbruchs zu ‚warnen‘ und damit zu der Fortführung der Schwangerschaft zu drängen. Mit ähnlichen Mitteln werden in einigen Städten schwangere Personen vor Kliniken und Praxen, in denen auch Abbrüche durchgeführt werden, durch sogenannte „Gehsteigberatungen“ eingeschüchtert, bedrängt und bedroht.

… bis die Scheiße aufhört!

Die Positionen der Kreuzeträger*innen sind längst Teil des Mainstreams. Sie einfach zu ignorieren würde die politische Gefahr ausblenden, die von diesen Meinungen und deren Umsetzung ausgeht. Die Inhalte, die hinter „1000 Kreuze für das Leben“ stehen, sind also keine Randpositionen. „Lebenschützer“, (PE)GIDA, HOGESA, „Besorgte Eltern“, „Antifeministen“… sie alle gehen für antiemanzipatorische, reaktionäre und (rechts-)konservative Inhalte auf die Straße. Sie machen Sexismus, Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und anti-islamische Propaganda noch gesellschaftsfähiger, als sie ohnehin schon sind. Sie kämpfen für die Aufrechterhaltung all der Normen, Herrschaftsverhältnisse, Diskriminierungs- und Unterdrückungsstrukturen, mit denen mensch sowieso schon jeden Tag konfrontiert wird. Wie stark und in welcher Art und Weise sich Menschen mit diesen Strukturen rumschlagen müssen, hängt maßgeblich von ihrer Lebensrealität und gesellschaftlichen Stellung ab. Zum Beispiel sind People of Color, Menschen mit sogenannter Behinderung, Arme oder als krank diagnostizierte Menschen in besonders starker Weise mit Normierung, Diskriminierung und Ausgrenzung konfrontiert.

Das alles sind verdammt gute Gründe, feministische Inhalte auf die Straße zu tragen und für eine herrschaftsfreie Gesellschaft zu kämpfen, in der alle Menschen selbstbestimmt und solidarisch zusammen leben können!

Wir fordern das Recht auf geschlechtliche und sexuelle Selbstbestimmung. Wir fordern die freie Entscheidung für oder gegen Kinder – und zwar nicht nur für diejenigen, die in dieser Gesellschaft privilegiert sind (z.B. weiß/ ‚gesund‘/ ‚deutsch‘/ reich/ cis/ hetero) – sondern für Alle!

Wir fordern die uneingeschränkte Entscheidungs- und Handlungsfreiheit schwangerer Personen und einen sicheren Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen!

Der Kampf für eine herrschaftsfreie Gesellschaft braucht vielfältige Aktionen und Aktivitäten, Solidarität und einen langen Atem. Wir kämpfen weiter – gemeinsam gegen Ausbeutung, Unterdrückung und religiösen Fundamentalismus!

Kein Gott, kein Staat, kein Patriarchat!

Frauen* Lesben* Trans* Inter* -Block
Das Absprechen der reproduktiven Selbstbestimmung durch die Kreuzzügler*innen richtet sich vor allem gegen Cis3-Frauen, da meist sie diejenigen sind über deren Körper entschieden werden soll, wenn es um Schwangerschaftsabbrüche geht. Inter* und Trans*-Personen wird sowohl im Weltbild christlicher Fundamentalist*innen als auch im gesellschaftlichen Mainstream das Recht auf eine eigene Identität und auf reproduktive Selbstbestimmung weitgehend abgesprochen.
Wir möchten keine Demonstration in der Cis-Männer für Frauen* Lesben* Trans* Inter* sprechen und demonstrieren, sondern eine, in der Cis-Männer solidarisch mit Frauen* Lesben* Trans* und Inter* auf die Straße gehen. Daher wird der erste Teil der Demo ein geschlossener Block für Frauen* Lesben* Trans* und Inter* sein.

Fußnoten:
1 Wir gehen davon aus, dass Geschlecht sozial konstruiert ist. Daher benutzen wir das * um deutlich zu machen, dass es Menschen gibt, die nicht in die engen Kategorien Mann und Frau passen (wollen).
2 Wir schreiben weiß klein und kursiv, um es als gesellschaftliche Konstruktion sichtbar zu machen. In diesem Konstrukt gilt weiß-sein als Norm. Daraus folgt, dass weiße gesellschaftliche Privilegien haben, die People of Color verwehrt werden.
3 Mit Cis- meinen wir, dass Menschen mit dem Geschlecht leben, das ihnen bei der Geburt zugewiesenen wurde (männlich oder weiblich) und sich damit auch identifizieren (können).

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Antisexismus Wed, 04 Mar 2015 11:34:10 +0000
„Alternativen Wissenskongress“ verhindern! https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1861.html https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1861.html Veranstaltungsort: Witten /
Kategorie: Antifa
Datum: 22.03.2015
Zeit: 08:00 Uhr
Beschreibung:
„Alternativen Wissenskongress“ verhindern!
22.März 2015 | ab 8 Uhr| Wittener Saalbau
Checkt keinawk.blogsport.de

Gegen Nazis, Rechtspopulisten, Antisemiten und anderen deutschen Verschwörungswahn. Der Querfront eine Absage.

Der Kongress

Am Sonntag, dem 22. März 2015, lädt der sogenannte Verein zur Förderung des politischen Dialogs im Wittener Saalbau zwischen 10:00 und 17:15 Uhr zum 1. Alternativen Wissenkongress NRW ein. Der Kongress trägt den Untertitel Demokratie in Gefahr – Wer regiert Deutschland? und wirbt auf seiner Homepage mit den geplanten Referenten Jürgen Elsässer, Karl Albrecht Schachtschneider, Eberhard Hamer und Andreas Popp.

Die Referenten

Mit Jürgen Elsässer wurde hier der sicherlich einflussreichste Sprecher der deutschen Verschwörungstheoretiker-Szene eingeladen, dessen Bekanntheitsgrad weit über dieses Spektrum hinausragt. Als Journalist und Autor zahlreicher Buchpublikationen konnte sich der ursprünglich der linken Bewegung entstammende Elsässer einen gewissen Bekanntheitsgrad erarbeiten. Seit der Jahrtausendwende driftete er jedoch ins rechte Fahrwasser ab. So fiel er zunehmend durch seine homophoben, nationalistischen und ethnopluralistischen Äußerungen auf und verteidigte etwa die 2009 durchgeführten brutalen Maßnahmen des iranischen Regimes gegen die Oppositionsbewegung mit den Worten: „Gut, dass Ahmadinedschads Leute ein bisschen aufpassen und den einen oder anderen in einen Darkroom befördert haben.“

Auch nach den HoGeSa-Krawallen in Köln im Oktober 2014 zeigte er sich erfreut und schrieb: „Es ist ein großer Schritt nach vorne, dass die Hools sich nicht mehr hauptsächlich gegenseitig verkloppen, sondern gemeinsam etwas für ihr Land tun wollen.“

Der ukrainischen Politikerin Julija Tymoschenko unterstellte Elsässer, eine „Endlösung der Russenfrage“ zu planen. Neben dieser Relativierung der Shoah fiel Elsässer mehrfach durch Argumentationsmuster auf, die man als strukturell antisemitisch bezeichnen kann. Seit Ende 2010 ist er Verleger und Chefredakteur des bundesweit vertriebenen Monatsmagazins Compact, in dem verschiedensten Verschwörungstheoretikern und Rechtspopulisten ein Forum geboten wird. Im Februar 2014 bot Elsässer dem verurteilten Rechts-Terroristen Karl-Heinz Hoffmann ein Podium bei einem Compact-Streitgespräch zum Münchner Oktoberfestattentat 1980, bei dem 13 Menschen getötet wurden.

Einer der Compact-Autoren ist auch der ebenfalls für den Kongress in Witten angekündigte ehemalige Universitätsprofessor Karl Albrecht Schachtschneider, dessen politischer Werdegang von der SPD über die CDU und die Kleinpartei Bund freier Bürger ihn schließlich zu den „Auslandsfreunden der Haider-FPÖ“ führte. Im Jahr 2014 trat er zusammen mit Thilo Sarrazin in einem Werbefilm der FPÖ auf. Auch für Pro NRW und NPD, sowie diverse Burschenschaften war er mehrfach als Referent tätig oder fungierte als Sachverständiger.

Neben Schachtschneider soll mit dem Juristen und Wirtschaftswissenschaftler Eberhard Hamer ein weiterer ehemaliger Hochschuldozent im Saalbau auftreten. Hamer vertritt die These, dass die ominöse „Ostküste“ für die Finanzkrise verantwortlich sei und eine Abschaffung der Demokratie vorbereiten würde. Hierbei bedient er sich antisemitischer Stereotype, etwa wenn er die Federal Reserve Bank als strippenziehende Spinne im Geflecht der „internationalen Hochfinanz“ bezeichnet und explizit darauf hinweist, dass zu den Gründungsmitgliedern der FRB die Banken der Familien Rockefeller und Rothschild gehörten.

Als vierter im Bunde wird der Referent Andreas Popp angekündigt. Popp ist maßgeblicher Initiator der Wissensmanufaktur (auch „Institut für Wirtschaftforschung und Gesellschaftspolitik“) bei dem auch Schachtschneider Mitglied ist und fiel in der Vergangenheit vor allem durch seine Teilnahme an der so genannten Anti-Zensur-Koalition-Konferenz (AZK-Konferenz) des Schweizer Sektengründers und Befürworters des Gaddafi-Regimes Ivo Sasek auf. Außerdem ist er Vertreter der Ansicht, das Deutsche Reich sei von den Alliierten annektiert worden, und die „so genannte“ Bundesrepublik Deutschland sei kein legaler Staat. Gerade diese Theorie lässt ihn als Referent für den Alternativen Wissenskongress als besonders geeignet erscheinen, da zu erwarten ist, dass er bei der Frage nach der „wirklichen Regierung“ kein Blatt vor den Mund nehmen wird.

Die Organisator_innen

Ursprünglich sollte das illustre „Festival der Verschwörungstheorie“ von den fünf nordrhein-westfälischen Bezirksverbänden der Alternative für Deutschland veranstaltet werden. Nachdem die Bezirksverbände der AfD aufgrund öffentlichen Drucks und einer Distanzierung des um ein bürgerliches Image bemühten AfD-Bundessprechers Bernd Lucke Anfang November 2014 einen Rückzieher machten und nun nicht mehr öffentlich als Veranstalter des Kongresses auftreten werden, ist nun der oben genannte Förder-Verein in die Bresche gesprungen, dessen Vorsitzender sich allerdings bei genauerer Betrachtung als Udo Hemmelgarn aus Harsewinkel entpuppt, welcher wiederum AfD-Kreis- und Bezirksvorsitzender der Stadt Gütersloh ist. Man kann also weiterhin mit Recht sagen, dass hier eine rechtspopulistische Partei, die ihre Basis in der Mitte der Gesellschaft verortet und hier große Zustimmung findet, versucht in einem Millieu Fuß zu fassen, welches auch eine Zusammenarbeit mit extrem rechten Gewalttätern wie der HoGeSa nicht ausschließt und sich generell als anschlussfähig für selbsternannte „Querdenker“ unterschiedlichster Couleur präsentieren will.

Das Programm

Mit der angemieteten Lokalität in Witten stehen den Veranstaltern und Referenten Räumlichkeiten zur Verfügung, in denen bis zu 800 Gäste Platz finden könnten, um sich der Frage zu widmen, wer denn nun Deutschland eigentlich wirklich regiert. Denn die formulierte Fragestellung im Untertitel der Veranstaltung und der Eigenanspruch, hier alternatives Wissen vermitteln zu wollen, lässt ahnen, dass man sich nicht mit scheinbaren Gewissheiten wie etwa dem Hinweis auf Frau Merkel und die gewählte Bundesregierung abspeisen lassen wird. Als mögliche Alternativ-Antworten bietet das prominente „Quattro Infernale“ eine Auswahl aus Medien, EZB, ESM, Großkonzernen und Banken an. Es kann nur vermutet werden, dass die Referenten hier keine der unter Verdacht stehenden Platzhalter freisprechen oder sich auf eine bestimmte Institution festlegen werden, sondern diese angeblich Deutschland beherrschenden Mächte wiederum nur als wirkmächtige Instrumente einer übergeordneten „Schattenregierung“, die im Hintergrund die Fäden ziehe, präsentieren werden.

Ignorieren ist keine Alternative: Nazis enttarnen und angreifen!

Auch wenn die von den Referenten vertretenden Thesen und Positionen jedem denkenden Menschen eigentlich als haltlos, absurd und paranoid erscheinen sollten, gibt es ein wachsendes Publikum, dessen zunehmende Verunsicherung in einer immer unübersichtlicher erscheinenden Welt durch einfache Lösungen befriedigt werden will. Die bundesweite Präsenz der unterschiedlich gut besuchten „Friedensmahnwachen“ in den letzten Monaten zeigen, welches Potential in den „alternativen“ Erklärungsansätzen der „Aluhut-Fraktion“ steckt.

Da Elsässer nach den Hooligan-Krawallen von Köln auf seinem Blog öffentlich verkündete: „Wenn ich was zu sagen hätte, würde ich einen von HoGeSa als Redner zur nächsten Demo für Frieden und Souveränität einladen.“ ist nicht nur beim geplanten Kongress in Witten damit zu rechnen, dass die Bewegung künftig weiteren Zulauf aus der gewaltbereiten Nazi-Szene bekommen wird. Die Chance, den Auftritt der ihnen wohlgesonnen Referententruppe in ihrer Heimatstadt live erleben zu können, werden sich die lokalen Rechtsaußen-Kader und ihre Gefolgschaft wohl kaum entgehen lassen: So nahm z. B. auch der ehemalige NRW-Landessprecher der NPD-Jugendorganisation JN Christoph Thomas Schmidt bei der HoGeSa-Kundgebung in Hannover teil. Der heute 26-jährige Schmidt sitzt seit der Kommunalwahl 2014 für die rechtspopulistische Partei Pro NRW im Wittener Stadtrat und trat in der Vergangenheit häufig als Redner auf Demonstrationen in Erscheinung.

Verschwörung muss praktisch werden: „Wissenskongress“ verhindern!

Dass der prominente Oberguru Jürgen Elsässer, welcher nicht nur über seine eigene bundesweit vertriebene Zeitschrift Compact, sondern auch über den vom Kreml finanzierten Fernsehsender RT (ehemals Russia Today) ohnehin einen gewissen publizistischen Einfluss für sich verbuchen kann, im Verbund mit anderen Verschwörungstheoretikern durch das nur halbherzig kaschierte Engagement von Mitgliedern der sich seriös gebenden Alternative für Deutschland die Gelegenheit bekommen soll, öffentlich in einem großen Stadtsaal seine strukturell antisemitischen Welterklärungsmodelle ans „Volk“ zu bringen und rassistische Krawalle zu verharmlosen, schreit geradezu nach einer praktisch wirksamen Verschwörung.

Der zu erwartenden Querfront aus angeblichen Friedensfreunden, Konspirationstheoretikern, bürgerlichen Rechtspopulisten, Neo-Nazis und anderen Antisemiten in Witten kann mit Aufklärung und rationalen Argumenten allein nicht entgegengetreten werden.

Deshalb gilt es am 22. März und darüber hinaus in Witten und an jedem anderen Ort zu zeigen, dass es keine mysteriösen Hintermänner braucht, um den Spielraum der vermeintlichen Enthüllungsjournalisten einzuschränken. Vielmehr sollte es einen breiten auch von der Verschwörungsszene vielgepriesenen Protest der Straße geben, um zu zeigen, dass es keinen öffentlichen Raum für die Allianz der deutschtümelnden Wahnwichtel geben darf.

Daher rufen wir hiermit am 22. März 2015 zur Blockade des Wittener Saalbaus auf. Der „1. Alternative Wissenskongress NRW“ muss nachhaltig verhindert werden.

Kein Raum für Nazis und andere Wahnwichtel – Verschwört Euch!

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Antifa Wed, 11 Feb 2015 11:08:40 +0000
Antifaschistische Demonstration in Erinnerung an Thomas „Schmuddel“ Schulz https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1845.html https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1845.html Veranstaltungsort: Dortmund /
Kategorie: Antifa
Datum: 28.03.2015
Zeit: 08:00 Uhr
Beschreibung:
Antifaschistische Demonstration in Erinnerung an Thomas „Schmuddel“ Schulz
28.März 2015 | Dortmund
Checkt dortmund.blogsport.de

Am 28. März 2015 jährt sich der Mord an Thomas »Schmuddel« Schulz zum zehnten Mal. Der Punk wurde am Ostersonntag 2005 durch den Neonazi Sven Kahlin in der U-Bahn-Haltestelle Kampstraße erstochen, nachdem Thomas ihn aufgrund seiner rechten Bekleidung zur Rede gestellt hatte. Er verstarb wenige Zeit später. Wir werden daher an diesem Tag in Dortmund gegen rechte Gewalt demonstrieren. In diesem Zusammenhang wollen wir auf die Aktualität und die Dimensionen rechter Gewalt hinweisen und die tiefe Verankerung rechter Ideologien in der Gesellschaft thematisieren. Die Demonstration wird dieses Jahr zum zehnten – und auch zum letzten Mal – stattfinden. Seit der ersten Großdemonstration kurz nach dem Tod von Thomas Schulz, ist die »Schmuddel-Demo« ein wichtiger Termin in Dortmund geworden. Unter verschiedenen inhaltlichen Schwerpunkten versammelten sich jedes Jahr hunderte AntifaschistInnen, um an die Opfer rechter Gewalt zu erinnern. Oft sind wir dabei nach Dorstfeld gezogen, um die Ruhe der Neonazis zumindest temporär zu stören. Auch dieses Jahr werden wir wieder gegen die Dortmunder Neonazis demonstrieren, die mittlerweile im Gewand der Partei »Die Rechte« auftreten. Wir wollen zeigen, dass Thomas Schulz und alle anderen, die Neonazis und RassistInnen zum Opfer gefallen sind, nicht vergessen sind.

Dortmunder Zustände
Sven Kahlin, der Mörder, gehörte damals zur »Skinhead-Front Dortmund-Dorstfeld«, einer rechten Kameradschaft, die vor allem durch gewalttätige Übergriffe auffiel. Das damalige politische Klima in Dortmund war geprägt von neonazistischen Aktionen. Aufmärsche und Angriffe auf Linke oder MigrantInnen waren keine Seltenheit. Das Naziproblem wurde damals lange von städtischen Institutionen verharmlost, sodass sich in Dortmund rechte Strukturen herausbilden konnten, die bis heute für die bundesweite Neonaziszene Vorbildcharakter haben. So waren es Dortmunder Neonazis, die für das Konzept der »Autonomen Nationalisten« eine Vorreiterrolle einnahmen, und der Aufmarsch zum »Nationalen Antikriegstag« war zeitweise eine der wichtigsten Veranstaltungen im rechten Demonstrationskalender. Im Stadtteil Dorstfeld versuchten Neonazis über Jahre hinweg eine »National befreite Zone« aufzubauen – ein Mythos, der seit längerer Zeit bröckelt. Der Mord an Thomas geschah also in einer Zeit, in der die Tötung eines Menschen die traurige, aber dennoch logische Konsequenz jahrelanger Machtbestrebungen seitens der Neonazis war. Nach der Tat verklebten sie in der Stadt Plakate mit einem blutigen Messer und der Überschrift: »Antifaschismus ist ein Ritt auf Messers Schneide«. Sven Kahlin wurde zwar zu einer Haftstrafe verurteilt, brach im Gefängnis jedoch keineswegs mit seiner mörderischen Ideologie. Auch aus dem Gefängnis heraus hielt er Redebeiträge auf Demonstrationen der Dortmunder Neonazis, was für die Dortmunder Justiz jedoch kein Grund gewesen zu sein schien, ihn 2010 wegen guter Führung vorzeitig zu entlassen. Kahlin war direkt nach seiner Entlassung wieder voll in die hiesigen Neonazistrukturen integriert und beging erneut verschiedene Gewalttaten. Bei seinem ersten Besuch einer Kundgebung der Dortmunder Neonazis fiel Kahlin dadurch auf, dass er ein T-Shirt mit der Aufschrift »Ich bereue nichts« trug. Eine klare Anspielung auf den Mord an Thomas Schulz.

… Ten Years Later
Heute, fast zehn Jahre später, hat sich in Dortmund vieles geändert. In den vergangenen Jahren gab es einige Umbrüche und neue Entwicklungen in der Dortmunder Neonaziszene. So wurde im Jahr 2012 der »Nationale Widerstand Dortmund« (NWDO) durch das Innenministerium Nordrhein-Westfalen verboten. Kurz darauf organisierten sich die Dortmunder Neonazis in der Partei »Die Rechte« und gründeten einen örtlichen Kreisverband, in dem sämtliche Führungskader des NWDO als Parteifunktionäre aktiv wurden und Siegfried »SS-Siggi« Borchardt zum Kreisvorsitzenden gewählt wurde. Auch wenn das Verbot des NWDO zunächst ein harter Schlag war, konnte zumindest ein Großteil der Strukturen in die Partei hinüber gerettet werden. Auf diese Weise können die Dortmunder Neonazis ihre Aktivitäten unter dem Status einer legalen Partei fortführen. In der ersten Zeit nach der Reorganisation war dabei eine Phase der Vorsicht zu beobachten. Längere Zeit hielten sich die Neonazis zurück und veranstalteten lediglich kleinere Infostände und konspirativ organisierte RechtsRock-Konzerte. Die erste Teilnahme an einer Wahl, der Bundestagswahl 2013, brachte keinen Erfolg. Gerade einmal 178 Stimmen konnte die Partei für sich gewinnen. Deutlich besser schnitten sie dann aber bei den Kommunalwahlen im Mai 2014 ab: Die abgegebenen Stimmen sicherten ihnen einen Platz im Dortmunder Stadtrat sowie in vier Bezirksvertretungen. Insbesondere in White-Trash-Vororten wie im Stadtteil Westerfilde konnte die Partei viele Stimmen auf sich vereinigen. Unter großem medialem Echo zog daher zunächst Spitzenkandidat Siegfried Borchardt in den Stadtrat ein. Borchardt, der Gründungsmitglied der rechten Hooligan-Gruppe »Borussenfront« ist, genießt in rechten Kreisen einen hohen Bekanntheitsgrad. Dies dürfte auch der Grund dafür sein, dass Borchardt zunächst zum Spitzenkandidaten ernannt wurde. In seiner Zeit als Politiker fiel er vorrangig durch unbeholfene Statements auf und wirkte daher eher albern als seriös. Es scheint daher schon im Voraus geplant gewesen zu sein, ihn kurze Zeit später durch den rhetorisch geschickteren Dennis Giemsch abzulösen. Giemsch kann daher, wie bereits zu Zeiten des NWDO als Führungsfigur innerhalb der hiesigen Neonaziszene angesehen werden. Seitdem scheinen sich die Dortmunder Neonazis ihres Weges als Partei sicher zu sein. Mit fast übertriebener Bemühtheit gehen sie zu den entsprechenden Sitzungen und nerven dort die Beteiligten vor allem mit überflüssigen Anfragen. Der Öffentlichkeit wird dies dann als kritische Opposition verkauft.

Back to the Roots?
Auch wenn dieses Auftreten und die damit verbundene Überheblichkeit belächelt werden kann: An der Ideologie der Neonazis hat sich durch die parteiförmige Teilnahme an demokratischen Wahlen nichts geändert. Aus ihnen sind keine »Neonazis in Nadelstreifen« geworden, wie dies ein im Zusammenhang mit rechten Parteien gern bemühter Terminus nahelegt. Sie müssen nicht erst als solche enttarnt werden – die Dortmunder Neonazis treten schließlich weiterhin mit offenem Bezug zum Nationalsozialismus auf. Bundesweite Aufmerksamkeit erhielten sie letztes Jahr durch eine Anfrage im Stadtrat, in welcher die Partei unter anderem eine Auflistung der in Dortmund lebenden Juden und Jüdinnen forderte. Am 9. November 2014 störten Neonazis das jährliche Gedenken an die Reichspogromnacht der jüdischen Gemeinde an einem Mahnmal in Dorstfeld. Dies war zwar auch schon in der Vergangenheit geschehen, allerdings taten sie dies zum ersten Mal als Parteimitglieder. Bei einem Aufmarschversuch in der Dortmunder Nordstadt, welcher durch engagierte AntifaschistInnen verhindert wurde, wurden antisemitische Parolen gerufen und neben Anne Frank auch explizit Thomas Schulz sowie der vom NSU ermordete Mehmet Kubaşık verhöhnt. Ebenso sind auf den Transparenten bei Aufmärschen regelmäßig deutliche Referenzen auf die NSDAP zu erkennen. Diese Beispiele zeigen, in welcher Tradition die Dortmunder Neonazis weiterhin stehen. Parallel wird dadurch sichtbar, dass das Konzept, als Partei weiter zu agieren, zumindest zugunsten eines aktionistischen Habitus aufgegangen ist und dort weiter gemacht wird, wo zuvor durch das Verbot aufgehört werden musste. Dieses Konzept lässt sich in zwei Strategien unterteilen: Zum einen die öffentliche Verbreitung von antisemitischer und rassistischer Propaganda, um Medienaufmerksamkeit zu generieren – wobei dabei davon ausgegangen werden kann, dass es sich nicht nur um reine Provokationen handelt, sondern vielmehr um bewusste Reproduktionen völkischer und nationalsozialistischer Ideologie. Zum anderen erfolgt ein stetiger Rückbezug auf eine Praxis, die bereits schon vor der Organisierung als Partei ausgeübt wurde. Genau dieses Ziel wird mit dem Label »Die Rechte« verfolgt. Nachdem die Dortmunder Neonazis permanent ihre Grenzen unter dem Parteienstatus ausgetestet und dabei nur wenig Repression erlebt haben, fallen sie allmählich wieder in die Haltung der »Autonomen Nationalisten« zurück. Dies reicht von regelrechten Aufmarschmarathons über aggressiven Antisemitismus bis hin zu gewalttätigen Übergriffen. Konstatierten wir im Aufruf zur Gedenkdemonstration 2014 noch, dass sich rechte Gewalt in Dortmund reduziert hat und die Neonazis an einem seriösen Auftreten arbeiten, so wurden wir nach der Kommunalwahl eines Besseren belehrt. Offenbar völlig enthemmt durch den Wahlerfolg zogen Dortmunder Neonazis als Mob zum Rathaus und griffen dort PolitikerInnen und Personen, die sich den Neonazis in den Weg stellten, unvermittelt an. Auch wenn dieser Angriff erfolgreich abgewehrt werden konnte, entfaltete sich an diesem Abend das gewalttätige Potenzial der Dortmunder Neonaziszene, welches zwangsweise nach dem NWDO-Verbot ruhen musste. Um ihrem Wahlversprechen als »Kümmerer« gerecht zu werden, gründeten Mitglieder der Partei einen sogenannten »Stadtschutz«, welcher nicht aus Zufall auch mit »SS« abgekürzt werden kann. Unter diesem Namen patrouillierten sie in entsprechenden T-Shirts durch die Straßen und versuchten, in bester Law and Order-Manier vermeintliche Straftaten zu vereiteln. Selbst wenn dieses Aufspielen als HilfspolizistInnen, welches in der Regel Blockwart-Deutschen und gelangweilten RentnerInnen vorbehalten ist, an Peinlichkeit kaum noch zu überbieten ist: Es zeugt von dem tiefen Autoritarismus, der den Neonazis innewohnt. Auch in dieser Funktion kam es zu gewalttätigen Übergriffen auf alternative Jugendliche. Es ist eine gängige Fantasie neonazistischen Denkens, durch Gewalt an die Macht zu gelangen. Dieses Motiv spielte auch bei der Ermordung von Thomas Schulz eine Rolle. Denn auch wenn offene Todeswünsche in der Regel nur formuliert werden, wenn sich Neonazis unter ihresgleichen wähnen: Die Vision einer Gesellschaft, welche »Die Rechte« vertritt, ist eine rassistisch und antisemitisch definierte »Volksgemeinschaft«. In dieser erfolgt die Exklusion von als »Feinden« ausgemachten Personen notfalls auch über die physische Auslöschung.

When worst comes to worst…
Dass Übergriffe durch Neonazis heute seltener tödlich enden, ist einer gesellschaftlichen Entwicklung geschuldet, in der ein offen rechtsradikales Auftreten meist verpönt ist. Anfang der 90er Jahre, in denen es viele Todesopfer rechter Gewalt gab, konnten sich Neonazis, gerade in Ostdeutschland, einer breiten gesellschaftlichen Rückendeckung sicher sein. In dieser Zeit hetzten ganze Städte gegen Flüchtlinge, flankiert durch rassistische Äußerungen von PolitikerInnen. Dieses Klima änderte sich jedoch ab dem Jahre 2000, als der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder den »Aufstand der Anständigen« ausrief. Es entstanden viele zivilgesellschaftliche Initiativen gegen Rechts, und die Bundesmittel zur politischen Bildungsarbeit wurden aufgestockt. Natürlich konnten damit neonazistische Ideologien nicht aufgelöst werden, da sich die Kritik nur an der Existenz von Neonazis erschöpfte und nicht den Blick auf ideologiereproduzierede Kategorien wie Nation und Gesellschaft legte. Dennoch konnten vielerorts Neonazistrukturen zurückgedrängt werden und der Staat tat durch Verbote, wie auch in Dortmund, sein Übriges. Bis auf wenige rechte Wastelands existieren daher heute in der Bundesrepublik kaum wirklich starke Neonaziszenen. Doch in den vergangenen Jahren konnte beobachtet werden, dass sich rassistische und antisemitische Ressentiments in der viel gelobten sogenannten “Mitte der Gesellschaft” wieder aktualisieren. Deutlich sichtbar wurde dies etwa in Form von BürgerInneninitiativen gegen (geplante) Flüchtlingsunterkünfte und den PEGIDA-Demonstrationen samt ihren Ablegern. Darüber hinaus waren angesichts der militärischen Auseinandersetzungen zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas antisemitische Massendemonstrationen zu betrachten, bei denen Juden und Jüdinnen sowie Personen, die für solche gehalten wurden, attackiert wurden. Ebenso kam es zu Angriffen auf Synagogen. Dass in Deutschland ein nicht zu unterschätzendes Potenzial reaktionärer Ideologien vorhanden ist, das lässt sich regelmäßig an den »Mitte«- und »GMF«-Studien ablesen – doch konnte dieses Potenzial bis vor wenigen Monaten noch nicht in dieser Größenform auf die Straße mobilisiert werden. Was diese Phänomene zudem eint, ist die Tatsache, dass sie nicht von organisierten Neonazis initiiert wurden, sondern eben von genau jener »Mitte«. Neonazis haben hierbei nur die Funktion der MitläuferInnen und springen dankbar auf den Zug auf. In Dortmund besuchen Neonazis regelmäßig Informationsveranstaltungen zu geplanten Flüchtlingsunterkünften und versuchen die oftmals ohnehin schon rassistisch geprägte Stimmung weiter für ihre Zwecke zu nutzen.

Deutschland? Nie wieder!
Auch wenn hier nur zusammen kommt, was auch zusammengehört, ist diesem Zustand nicht damit geholfen, indem man bei der Skandalisierung der Beteiligung von Neonazis stehenbleibt. Es muss festgehalten werden, dass in der Bevölkerung Antisemitismus und Rassismus gedeihen können, auch ohne das hierbei der Einfluss von Neonazis vonnöten wäre. Es ist nicht verwunderlich, dass sich fast alle DemonstrantInnen auf PEGIDA-Veranstaltungen nicht für Neonazis halten. Denn das sind sie im klassischen Sinne tatsächlich nicht – sondern autoritäre Charaktere, welche subjektive Bedrohungsszenarien entwerfen, um ihre menschenfeindliche Ideologie auszuleben. Neonazis sind hier nur das ebenso unappetitliche Beiwerk – das aber wie die Fliegen zur Scheiße dazugehört. Die Stärke von Neonazis bemisst sich daher auch immer an der Anschlussfähigkeit zur restlichen Gesellschaft und diese scheint derzeit größer zu werden. Auf diese Weise entwickelt sich die Möglichkeit eines Klimas, in denen ganze Scharen bei brennenden Häusern applaudieren oder Menschen wie Thomas Schulz ihr Leben lassen müssen. Neonazis fühlen sich dann in ihrem Handeln wieder bestärkt. Antifaschistische Interventionen müssen daher zwei Ziele haben: Zum einen das konsequente Zurückdrängen von Neonazis, um diese als relevante politische Kraft klein zu halten. Auch wenn sich »Die Rechte« mit ihren Auftritten fast schon wieder selbst demontiert, ist sie eine Gefahr für alle, die nicht in das Konzept der »Volksgemeinschaft« passen. Zum anderen muss antisemitische und rassistische Ideologie dort bekämpft werden, wo sie auftritt, aktuell also bei den selbst ernannten »BürgerInnenbewegungen«. Wir demonstrieren daher am 28. März nicht nur gegen die bekennenden NationalsozialistInnen in Dortmund, sondern auch gegen alle Feinde der Emanzipation, die zulassen, dass Menschen Opfer von rassistischer und antisemitischer Gewalt werden.

No sleep till Dorstfeld!
Bei aller Einbettung der Geschehnisse in den Kontext der gesamtgesellschaftlichen Zumutungen ist es uns an diesem Tag dennoch ein Anliegen, den TäterInnen – und das sind in den meisten Fällen nach wie vor die organisierten Neonazis – auf die Pelle zu rücken und ihnen klarzumachen, dass sie selbst in ihren vier Gassen um den Wilhelmplatz in Dorstfeld, die sie als ihre Homezone verstehen, auch nach zehn Jahren noch keine Ruhe haben. Wir wollen »Schmuddel« an diesem Tag nach zehn Jahren ein letztes Mal in dieser Form Gedenken und dafür kann es keinen besseren Ort geben als die Comfort Zone derjenigen, die seinen Tod bis heute feiern.

Kommt also am 28. März nach Dortmund und demonstriert mit uns gegen Neonazis, Rassismus und Antisemitismus!

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Antifa Tue, 27 Jan 2015 11:56:47 +0000
Demokratie erhalten! – Gegen TTIP, TISA und CETA! https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1848.html https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1848.html Veranstaltungsort: München /
Kategorie: Antikapitalistisch
Datum: 18.04.2015
Zeit: 14:00 Uhr
Beschreibung:
Demokratie erhalten! – Gegen TTIP, TISA und CETA!
18.April 2015 | 14 Uhr | Odeonsplatz (München)
Checkt http://stop-ttip-muenchen.de

 

Mehr Infos folgen...

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Antikapitalistisch Sun, 01 Feb 2015 11:04:11 +0000
Naziaufmarsch verhindern! https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1852.html https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1852.html Veranstaltungsort: Saalfeld /
Kategorie: Antifa
Datum: 01.05.2015
Zeit: 14:00 Uhr
Beschreibung:
Naziaufmarsch verhindern!
1.Mai 2015 | Saalfeld
Gefunden auf haskala.de

Am 1. Mai 2015 rufen Neonazis überregional zu einer Demonstration nach Saalfeld auf (Titel: “Überfremdung stoppen! Kapitalismus zerschlagen! Volkstod abwenden!”). Als Treffpunkt wird um 11 Uhr der Markt in Saalfeld benannt. Die Veranstalter nennen sich „Nationales und soziales Aktionsbündnis 1. Mai“ und dürften im Spektrum der Freien Kameradschaften wie dem FN Saalfeld und im Umfeld der Partei “Der 3. Weg” zu finden sein, die Ersatz-Organisation des in Bayern verbotenen “Freien Netz Süd”. Seit dem es in der Thüringer NPD wegen den Skandalen des Landesvorsitzenden Wieschke, Führungsstreitereien und der verpatzten Landtagswahl knirscht gehen Teile der Thüringer Neonazi-Szene auch auf andere extrem rechte Parteien wie “DIE RECHTE” und “Der 3. Weg” zu. Nach Eigenangaben soll es im August und Oktober 2014 schon zu 3. Weg-Treffen in Kahla und Saalfeld gekommen sein, am 2. Januar 2015 wurde auf der Parteihomepage erstmals auf die Demonstration in Saalfeld hingewiesen. Es wird an dem Tag sicherlich eine oder meherere angemeldete Gegenveranstaltungen geben, demnächst werden wir hier über weitere Infos und Veranstaltungen berichten. Daher schonmal vormerken: Saalfeld, 1. Mai – Nazifrei!

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Antifa Tue, 03 Feb 2015 08:39:06 +0000
An der Befreiung arbeiten! Die Anarchistische Bewegung vorantreiben! https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1864.html https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1864.html Veranstaltungsort: Dortmund /
Kategorie: Antifa
Datum: 01.05.2015
Zeit: 18:00 Uhr
Beschreibung:
An der Befreiung arbeiten! Die Anarchistische Bewegung vorantreiben!
1.Mai 2015 | 18 Uhr | Münsterplatz (Dortmund)
Checkt 1maidortmund.noblogs.org

Lange genug wurde der 1.Mai im Ruhrgebiet von Nazis und staatskonformen Gewerkschaften bestimmt. Kommt zur 1.Mai-Demonstration nach Dortmund und holen wir uns gemeinsam die Straße zurück!

  • Wir haben es satt zuzusehen wie der 1. Mai immer mehr zu einem bürgerlich reformistischen Schaulaufen verkommt. Der Staat und alle ihn und den Kapitalismus unterstüzenden Institutionen wie dem Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), die uns das Gefühl geben sollen es gäbe so etwas wie gerecht bezahlte Lohnarbeit, machen diesen Tag zu einem befriedeten “Feiertag“. Mit ihren Veranstaltungen und Scheinforderungen für ein bisschen mehr Lohn, für ein bisschen weniger Arbeitszeit, für ein bisschen dies und ein bisschen das gaukeln sie uns vor, sie würden irgendwie Veränderungen hervorbringen.
  • Jedes Jahr versuchen wir richtigerweise die Nazis zu stoppen, doch scheitern wir gleichzeitig daran gerade am 1. Mai eigene Inhalte zu verbreiten und auch auf der Straße eigene Akzente zu setzen. Selbsverständlich müssen wir den Rechten die Straße nehmen und ihre Aufmärsche verhindern. Aber vergessen wir dabei nicht, dass Antifaschismus auch daran arbeiten muss eben jene Gesellschaft zu verändern, durch welche faschistische Meinungen überhaupt Fuß fassen können.
  • Wir sehen uns in einer Reihe mit kämpferischen Arbeiter*Innen, Schüler*innen, Student*innen, Erwerbslosen und allen anderen Menschen, die sich eine Verbesserung Ihrer realen Lebensbedingungen wünschen und darum streiten. Besonders der Kampf der Gefangengewerkschaft/Bundesweite Organisation, welche sich in den Knästen organisiert und noch viel zu wenig Aufmerksamkeit erfährt, gibt uns Mut und Kraft!
  • Wir wollen an diesem Tag keine Forderungen an Parteien, Gewerkschaften, Konzerne/Firmen oder andere Autoritäten stellen, sondern wollen alle ermutigen selbst zu handeln! Der 1. Mai ist kein Tag für Forderungen! Es ist ein Tag für selbstbestimmtes und selbstbewusstes Handeln.
  • Der 1. Mai ist ein Kampftag gegen den Arbeitswahn und gegen den Kapitalismus. Es geht um die Befreiung aller Menschen aus der Abhängigkeit der Lohnsklaverei. An diesem Tag geht es darum, unsere Vorstellung einer herrschaftsfreien Gesellschaft zu propagieren und unmissverständlich und kompromisslos zu zeigen, dass es viele Menschen gibt, die sich nicht verblenden und befrieden lassen.
  • Wir sind Feinde von Unterdrückung, Konsum und des Gehorsams. Wir wollen leidenschaftlich Zeit und Arbeit in Dinge investieren, die uns interessieren oder die wir als notwendig erachten. Das kann innerhalb der Logik des Kapitalismus nicht realisiert werden.
  • Obwohl es in Wuppertal und Bonn zwei unterstützenswerte Demonstrationen geben wird wollen wir in Dortmund auf die Straße, da es dort durch den Wegfall des Euromayday sonst ein Vakuum geben würde. In Dortmund wollen wir ein starkes Zeichen für den antiautoritären Widerstand und die Anarchistische Bewegung im Ruhrgebiet zu setzen, welches seit drei Jahren einen kontinuierlichen und erfolgreichen Aufbauprozess herrschaftsfreier Strukturen erlebt hat. Dieser wird auch in Zukunft weiter fokussiert und vorangetrieben.

Wir wollen am 1. Mai mit allen freiheitsliebenden Menschen für unsere Ziele demonstrieren.
Deshalb rufen wir unter dem Motto “An der Befreiung arbeiten! Die Anarchistische Bewegung vorantreiben!” zur 1. Mai Demonstration am Münsterplatz in Dortmund um 18Uhr auf.

In den Tagen und Wochen vor dem 1. Mai wird es eine Reihe von Veranstaltungen und Aktionen zur Geschichte und anderen Themen rund um den 1. Mai geben. Der Höhepunkt soll dann die 1. Mai Demonstration werden.

Anarchistische Föderation Rhein/ Ruhr, Anarchistische Gruppe Nordstadt (Dortmund) und Schwarze Ruhr-Uni

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Antifa Fri, 13 Feb 2015 07:58:38 +0000
Vegan Street Day Stuttgart https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1799.html https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1799.html Veranstaltungsort: Stuttgart /
Kategorie: Antispeziesismus
Datum: 24.05.2015
Zeit: 11:00 Uhr
Beschreibung:
Vegan Street Day Stuttgart
24. Mai 2015 | ab 11 Uhr | Marktplatz-Kirchstraße-Schillerplatz
Checkt www.vegan-street-day.de

Der Vegan Street Day - Deutschlands größtes veganes Straßenfest - findet am Pfingstsonntag, den 24. Mai 2015 in Stuttgart und am Samstag, den 11. Juli 2015 in Dortmund statt. In Dortmund wird 2015 bereits zehnjähriges Jubiläum gefeiert. Jeweils weit über 10.000 Besucher werden erwartet. An rund 100 Informations- und Verkaufsständen werden eine große Vielfalt veganer Speisen und anderer Produkte sowie viele Tipps und Informationen zur tierfreundlichsten Lebensweise geboten. Zusätzlich sorgt ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Kochshows, Live-Musik und Sportdarbietungen für Unterhaltung für die ganze Familie. Darüber hinaus werden auf der Infobühne zahlreiche Lesungen und Vorträge rund um den Veganismus und Tierrechte angeboten. Ein eigener Bereich mit Kinderprogramm für die Kleinsten komplettiert das Programm.

Der Vegan Street Day wird von Animal Rights Watch e.V. (ARIWA) organisiert (www.ariwa.org).

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Antispeziesismus Wed, 10 Dec 2014 08:41:08 +0000
Keine Zukunft für Nazis! TDDZ verhindern! https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1851.html https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1851.html Veranstaltungsort: Neuruppin /
Kategorie: Antifa
Datum: 06.06.2015
Zeit: 11:00 Uhr
Beschreibung:
Keine Zukunft für Nazis! TDDZ 2015 verhindern!
06.Juni 2015 | Neuruppin
Checkt neuruppin.no-tddz.org

Am 6. Juni 2015 planen Neonazis in der brandenburgischen Stadt Neuruppin ihre seit 2009 jährlich stattfindende Kampagne zum sog. „Tag der deutschen Zukunft“ (TDDZ) fortzusetzen. In diesem Rahmen wollen sie einerseits durch Anheizen rassistischer Denkmuster an bestehende Ressentiments und die rassistische Stimmungen in Teilen der Gesellschaft anknüpfen und andererseits eine Drohkulisse gegenüber Migrant_innen und Geflüchteten aufbauen.

Dafür engagieren sich die lokal ansässigen Strukturen der „Freien Kräfte Neuruppin/ Osthavelland“. Sie wollen mit diesem Großaufmarsch, bei dem bis zu 500 Teilnehmer_innen erwartet werden, an vergangene neonazistische Veranstaltungen in Neuruppin anknüpfen und ihre Position in der Region Nordwestbrandenburg festigen.

Der Tag stellt den Höhepunkt einer bereits laufenden Reihe von Versammlungen und Aktionen dar. Dabei wird jede Gelegenheit genutzt, um sich in Szene zu setzen und Anhänger_innen zu mobilisieren. Es ist mit einem der größten Aufzüge seit den jährlichen Märschen im brandenburgischen Halbe zu rechnen.

Wir wollen dies nicht hinnehmen und rufen alle engagierten Antifaschist_innen dazu auf, gemeinsam den Neonazis entgegen zu treten und den TDDZ durch Menschenblockaden scheitern zu lassen.

Wir setzen uns für ein solidarisches Miteinander, Chancengleichheit und freie Entfaltungsmöglichkeit für alle Menschen ein. Eine “Zukunft” voller Ausgrenzung und Unterdrückung muss verhindert werden!

Kommt am 6. Juni 2015 nach Neuruppin und lasst uns gemeinsam dem TDDZ blockieren.
Keine Zukunft den Nazis!

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Antifa Mon, 02 Feb 2015 12:31:01 +0000
Demonstration gegen Waffenexporte in Krisengebiete https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1881.html https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1881.html Veranstaltungsort: Hamburg /
Kategorie: Antisexismus
Datum: 06.06.2015
Zeit: 13:00 Uhr
Beschreibung:
Demonstration gegen Waffenexporte in Krisengebiete
6.Juni 2015 | 13 Uhr | S-Sternschanze (Hamburg)
Checkt die Facebook Veranstaltung

Alle 60 Sekunden stirbt auf der Welt ein  Mensch durch Waffengewalt. Deutschland ist drittgrößter Waffenexporteur der Welt und der größte Europas. Doch dabei wird wegen des großen wirtschaftlichen Erfolges nicht nur in NATO-Mitgliedstaaten exportiert, sondern auch in Länder, die massive Menschenrechtsverletzungen begehen. Der Hamburger Hafen dient jährlich mit Umschlagszahlen von über 1000 Containern an Rüstungsgütern als Tor zum Tod.

Im Namen des Geldes, der Macht und der Wirtschaft.

Deshalb fordern wir strengere Kontrollen von Waffenexporten, ein Verbot von Lieferungen in Krisengebiete und in Länder, die Menschenrechtsverletzungen begehen.

Demonstriere mit uns! Hamburg darf nicht länger für das Sterben von Millionen Unschuldigen verantwortlich sein!
Waffenexporte verhindern!

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Antisexismus Wed, 04 Mar 2015 14:40:25 +0000
Vegan Street Day Dortmund https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1800.html https://www.demoplaner.de/component/eventlist/details/1800.html Veranstaltungsort: Dortmund /
Kategorie: Antispeziesismus
Datum: 11.07.2015
Zeit: 11:00 Uhr
Beschreibung:
Vegan Street Day Dortmund
11. Juli 2015 | ab 11 Uhr |  Reinoldikirchplatz und Friedensplatz
Checkt www.vegan-street-day.de

Der Vegan Street Day - Deutschlands größtes veganes Straßenfest - findet am Pfingstsonntag, den 24. Mai 2015 in Stuttgart und am Samstag, den 11. Juli 2015 in Dortmund statt. In Dortmund wird 2015 bereits zehnjähriges Jubiläum gefeiert. Jeweils weit über 10.000 Besucher werden erwartet. An rund 100 Informations- und Verkaufsständen werden eine große Vielfalt veganer Speisen und anderer Produkte sowie viele Tipps und Informationen zur tierfreundlichsten Lebensweise geboten. Zusätzlich sorgt ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Kochshows, Live-Musik und Sportdarbietungen für Unterhaltung für die ganze Familie. Darüber hinaus werden auf der Infobühne zahlreiche Lesungen und Vorträge rund um den Veganismus und Tierrechte angeboten. Ein eigener Bereich mit Kinderprogramm für die Kleinsten komplettiert das Programm.

Der Vegan Street Day wird von Animal Rights Watch e.V. (ARIWA) organisiert (www.ariwa.org).

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Antispeziesismus Wed, 10 Dec 2014 08:43:25 +0000